Supraleiter-Netzkabel: AmpaCity erhält Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt

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Das Projekt AmpaCity, in dessen Rahmen in der Essener Innenstadt das längste supraleitende Kabel der Welt betrieben wird, hat den Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU) in der Kategorie Umweltfreundliche Technologien erhalten. Über das Kabel sind in den vergangenen beiden Jahren rund 35 GWh Strom übertragen worden, berichtet das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), das als Projektpartner an AmpaCity beteiligt ist. Die Hochtemperatur-Supraleitung und damit der widerstandslose Stromtransport bei minus 200 statt bei minus 270 Grad Celsius geht zurück auf die Forschung von Alex Müller und Johannes Georg Bednorz, die dafür im Jahr 1987 den Physiknobelpreis erhielten. Durch die Eigenschaften des supraleitenden Materials, einer besonderen Keramik, und dessen Kühlung auf minus 200 Grad Celsius wird das Kabel zu einem idealen elektrischen Leiter. Im Vergleich zu herkömmlichen Kabeln überträgt das moderne Supraleiterkabel eine fünf Mal höhere Strommenge pro Kabelquerschnitt. In Essen ersetzt das 10.000-Volt-Supraleiterkabel auf einem Kilometer Länge eine herkömmliche 110.000-Volt-Leitung. Zwar ist die Übertragung hoher Leistungen in Innenstädten auch mit Kupfer-Mittelspannungskabeln möglich, der Kosteneffizienz dieser Lösung stehen jedoch sehr viel höhere ohmsche Verluste gegenüber. Innerstädtische Verteilnetze gemäß einer KIT-Vorstudie weitgehend auf 10.000-Volt-Supraleiter umzustellen und die Hochspannungsanlagen zurückzubauen, würde mittelfristig zu mehr Effizienz, einem schlankeren Netz, sowie niedrigeren Betriebs- und Instandhaltungskosten bei gleichzeitig geringerem Flächenverbrauch führen. Die Projektpartner von AmpaCity sind RWE als Netzbetreiber, der Kabelhersteller Nexans, der neben dem Energiekabel auch einen supraleitenden Kurzschluss-Strombegrenzer für den Testbetrieb lieferte, und das KIT, das den Feldversuch wissenschaftlich begleitet. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat 5,9 Mio. € Fördermittel zum Gesamtbudget von 13,5 Mio. € beigetragen. .

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