Studie sieht gute Wachstumsperspektiven im deutschen Energiedienstleistungsmarkt

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Deutschland verfügt über einen weit entwickelten Markt für Energiedienstleistungen, dem gute Wachstumsperspektiven attestiert werden. Das bestätige, weiter vorrangig auf den Markt und nicht auf Zwang zu setzen, schreibt das Bundeswirtschaftsministerium anlässlich der Vorstellung einer neuen Studie zum aktuellen Stand und zu den Entwicklungsperspektiven des Energiedienstleistungsmarktes in Deutschland. Mit der Studie beschäftigt sich der Titelbericht von Ausgabe Nr. 14 von EUWID Energieeffizienz. Die aktuelle Ausgabe erscheint heute mit 81 Nachrichten und Berichten auf 28 Seiten. Ausgabe 14 von EUWID Energieeffizienz beinhaltet unter anderem Firmenmeldungen über Donauer, MVV Enamic, Helicentris Energy Solutions, Röchling Enineering Plastics, mk-group, Toshiba sowie cyberGRID. In EUWID Energieeffizienz Nr. 14 kommt ein Urteil des Finanzgerichtes Düsseldorf zur Sprache. Es besagt, dass Gemeinden und kommunale Versorger für Strom, den sie für die Straßenbeleuchtung beziehen, Stromsteuer zahlen müssen. Eine Befreiung davon sei nicht möglich. Der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) hat einen Evaluationsbericht vorgestellt, nach dem in den am European Energy Award (eea) teilnehmenden nordrhein-westfälischen Kommunen ein doppelt so hoher Zuwachs in der Energieeffizienz erzielt wurde wie im Durchschnitt der restlichen Kommunen in NRW. Im Zeitraum von 2000 bis 2009 stieg in den eea-Kommunen die Energieeffizienz um 6,6 Prozent – in den restlichen Kommunen waren es 3,4 Prozent. Der seit drei Jahren bestehende Wormser „Energie-Effizienz-Tisch“ hat eine positive Bilanz gezogen. Danach wurden durch die im Rahmen eines Energieeffizienznetzwerks bislang umgesetzten Maßnahmen in den teilnehmenden Unternehmen insgesamt 8,3 Prozent Energie (Strom und Wärme) und 9,4 Prozent Kohlendioxid eingespart. Das Marktforschungsunternehmen Trendresearch hat seine neue Studie „Der Markt für Contracting in Deutschland bis 2020“ vorgelegt. Sie besagt, dass die zunehmende Bekanntheit und viele positive Projektbeispiele die Entwicklung des Contracting-Marktes vorantrieben. Dennoch bestünden weiterhin große Potenziale, die bislang nicht genutzt würden. Trendresearch prognostiziert für 2020 ein Marktvolumen von 1,3 Mrd. €. In Baden-Württemberg hat die Contracting-Offensive ihre erste Arbeitsphase beendet. Die Teilnehmer der Offensive haben sich über die inhaltlichen Grundzüge eines Abschlussberichts abgestimmt und sich über mögliche nächste Schritte für die Fortentwicklung von Energie- Contracting verständigt. Der Kölner Energieversorger RheinEnergie hat bekanntgegeben, dass er die Bereiche Fernwärme und Contracting ausbauen will, und ab dem Herbst können Unternehmen in ein neues Energieeffizienz-Netzwerk des Nürnberger Regionalversorgers N-Ergie einsteigen. Laut dem kürzlich vorgelegten Deloitte-Report „Ausblick Real Estate“ sorgt sich die deutsche Immobilienwirtschaft um steigende Energiekosten. Die wichtigste Konsequenz aus der Energiewende sei für CFOs der deutschen Real-Estate-Unternehmen die Optimierung der Energieeffizienz. Außerdem informiert EUWID Enegieeffizienz Nr. 14 darüber, dass es laut einer Check24-Studie große Unterschiede beim Stromverbrauch in Deutschland gibt, dass Bayerns Gemeinden ihren Strom laut einer vom Bayerischen Gemeindetag durchgeführten Bündelausschreibung künftig günstiger beziehen und dass die nordrhein-westfälische Landesregierung ihr Beratungsangebot für Unternehmen im Bereich Energieeffizienz, Ressourceneffizienz und Klimaschutz forciert. Außerdem wurde in Bremen ein Energiesparprogramm für öffentliche Gebäude beschlossen, und der hessische Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) Schäfer rechnet damit, dass alle Behörden des Landes wie geplant ab 2030 klimaneutral arbeiten werden. Laut einer Mitteilung des EDNA Bundesverbandes Energiemarkt & Kommunikation lassen einheitliche Mindestanforderungen für intelligente Messsysteme – Smart Meter Gateways –auch weiterhin auf sich warten. Die Verordnung über technische Mindestanforderungen an den Einsatz intelligenter Messsysteme (MSysV) und eine damit verpflichtende Wirksamkeit des sogenannten BSI-Schutzprofils für Smart Meter Gateways könne nicht mehr vor der Bundestagswahl im September verabschiedet werden. Laut einer gemeinsamen Studie des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich (ewz) sowie der Universitäten Lausanne und Zürich führen Informationen über den Stromverbrauch im Haushalt zu einer effizienteren Nutzung von Energie. Anreize und Rückmeldungen über den Stromverbrauch durch intelligente Stromzähler (Smart Meter) änderten demnach das Verhalten der Kunden. Im Marktbereich der aktuellen Ausgabe von EUWID Energieeffizienz sind neben dem Heizöl-Preisvergleich zwischen den Bundesländern der aktuelle VIK-Strompreisindex und die aktuellen Preise für Grundlastlieferungen an der EPEX Spot sowie die von Toptarif ermittelten Stromtarife in deutschen Städten enthalten. Unter anderem kommt auch der zweimal jährlich erscheinende Strompreisvergleich des Bundesverbandes der Energie- Abnehmer (VEA) zur Sprache, der eine „massive Preiserhöhung trotz deutlich sinkender Großhandelspreise“ zeigt. Die Strompreise für Unternehmen in Deutschland seien seit Juli 2012 um rund 12,4 Prozent gestiegen. Im Themenbereich EEG-Umlage berichtet EUWID, dass die Zahl der Industrieunternehmen, die eine Befreiung von der Umlage anstreben, im laufenden Jahr deutlich gestiegen sei. Bis 1. Juli beantragten 2.367 Unternehmen einen Nachlass bei den Förderkosten für den Ausbau erneuerbarer Energien, heißt es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion. Außerdem rechnet das Öko-Institut mit einem Anstieg der EEG-Umlage auf 6,1 ct/kWh im Jahr 2014. Das ermittelte das Institut im Auftrag der Umweltorganisation Greenpeace. Weitere Belastungen könnten aus den Befreiungen für die Industrie im Bereich der Netzentgelte auf die Stromverbraucher zukommen. Der Politikbereich von EUWID Energieeffizienz Nr. 14 befasst sich einer Entscheidung des Europaparlamentes, das Anfang Juli eine temporäre Verknappung von Emissionshandelzertifikaten beschlossen hat. Das Plenum in Straßburg revidierte sein ablehnendes Votum vom April und stimmte einem Entwurf des Umweltausschusses zu, der striktere Vorgaben für das Backloading macht als im ersten Entwurf. Er sieht vor, dass die EU-Kommission den Emissionshandel nach hinten verschieben darf. Das Backloading soll jedoch nur für maximal 900 Mio. Zertifikate gelten. Der Bundesrat hat am 5. Juli entschieden, die zweite Verordnung zur Energieeinsparverordnung (EnEV) zurück an die Ausschüsse zu verweisen. Die Initiative Wärme im Dialog begrüßt diese Aufschiebung, während die von der Deutschen Energie-Agentur (dena) initiierte Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea) eine rasche Verabschiedung des Regelwerks fordert. Das Forum Gebäudetechnik im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbaum (VDMA) hat seine Leitlinien für einen erfolgreichen Klimaschutz, für eine effektive Planung von Gebäuden und für eine wertsteigernde Bestandssanierung vorgestellt. Nach Ansicht des Forums ist der Gebäudesektor zur Erreichung der Energie- und Klimaziele von enormer Bedeutung. Außerdem hat in Bayern hat der Ministerrat den Entwurf eines Energieeffizienzpakts gebilligt, der von der bayerischen Energieagentur Energie Innovativ zusammen mit einer Vielzahl an Verbänden, Organisationen und Einrichtungen erarbeitet worden ist, während in Mecklenburg-Vorpommern die Regierung einen ersten Entwurf für ein Landesenergiekonzept auf der Internetseite des Energieministeriums zur Einsicht bereitgestellt hat. Ausgabe 14 von EUWID Energieeffizienz bietet darüber hinaus neben Praxismeldungen über aktuelle Projekte, Forschungsnachrichten und Zertifizierungen auch Politik-Kurzmeldungen, einen Terminkalender mit Veranstaltungen sowie Literaturhin
weise rund um die Themen Energieeffizienz, Contracting und Energiedienstleistungen, Kraft-Wärme-Kopplung, Gebäudetechnik, Energiemanagement, Smart Metering und energetische Gebäudesanierung.

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