Studie: Erneuerbare schlagen Kernenergie nach Kostengesichtspunkten deutlich

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Neue Wind- und Solaranlagen können Strom um bis zu 50 Prozent günstiger produzieren als neue Atomkraftwerke. Nach der wochenlangen Debatte um notwendige Einsparungen bei den erneuerbaren Energien, kommt nun eine Studie der Prognos AG zu diesem bemerkenswerten Ergebnis. Agora Energiewende hatte die Analyse in Auftrag gegeben. Darin heißt es weiter, dass ein auf Erneuerbaren fußendes Energiesystem einem Szenario, welches auf der Atomenergie aufbaut, hinsichtlich der Kosten weit überlegen ist und ebenfalls eine vollständige Gewährleistung der Versorgungssicherheit garantieren kann. Die Anlayse der Prognos-Studie bildet den Titeltext der jetzt erschienenen Ausgabe 17/2014 von EUWID Neue Energien – den Bericht können Abonnenten bereits online einsehen. Die wöchentlich erscheinende Fachpublikation informiert in ihrer jüngste Ausgabe mit 63 Nachrichten und Analysen sowie einer Vielzahl von Tabellen und Graphiken kompakt über den aktuellen Status der Energiewende in Deutschland. (Eine kompakte Übersicht über alle Themen der Ausgabe finden Sie hier). Wie Erneuerbare in der Praxis zur Netzstabilität – und damit zur Versorgungssicherheit – beitragen können, zeigt aktuell das virtuelle Kraftwerk Next Pool. Zusätzlich zur Bereitstellung von Minutenreserve bietet der Betreiber Next Kraftwerke nun auch Sekundärreserve aus Biogasanlagen im Südwesten Deutschlands an. Auch hinsichtlich der Kosteneffizienz von neuen EE-Anlagen hält die aktuelle Ausgabe von EUWID Neue Energien ein zweites Beispiel bereit, welches die Aussagen der Prognos-Studie untermauert: Die Deutsche WindGuard hat im Auftrag der Branchenverbände BWE und VDMA die Kosten von deutschem Windstrom in internationale Perspektive gesetzt – mit dem Ergebnis: Windkraftanlagen in Deutschland arbeiten im internationalen Vergleich kosteneffizient. Wie ein hoher Anteil fluktuierender Energie noch reibungsloser ins Stromnetz integriert werden könnte, zeigte in der vergangenen Woche Forscher der RWTH Aachen. Die Lösung der Wissenschaftler heißt Pumpspeicherkraftwerke. Diese seien in Deutschland besonders gut geeignet um fossile Brennstoffe einzusparen und gesicherte Leistung bereitzustellen. Allerdings kann selbst der effizienteste Einsatz der erneuerbaren Energien nicht für das Erreichen der deutschen Klimaschutzziele garantieren – sofern dieser nicht von umfassenden Energieeffizienz-Maßnahmen „in allen Wirtschafts- und Gesellschaftsbereichen“ flankiert wird. Das geht aus der Studie „KS 2050“ des Öko-Instituts im Auftrag des Bundesumweltministeriums hervor. Im Großprojekt Energiewende gewinnt auch die Elektromobilität zunehmend an Bedeutung. EUWID Neue Energien widmet sich daher künftig noch stärker als bisher den Entwicklungen im E-Mobilitätssektor. In der vergangenen Woche stand das Thema zunächst auf der Agenda des EU-Parlaments, das nun den Beschluss der Mitgliedstaaten zur Verbesserung des Ladenetzes in Europa aus dem Frühjahr bestätigt hat.

Weitere Themen der Ausgabe 17/2014 sind unter anderem:

  • Netzentwicklungsplan 2014: Hoher Bedarf an neuen Stromnetzen trotz EEG-Novelle
  • Abwärtstrend der Sägerestholzpreise hat sich im zweiten Quartal noch verstärkt
  • BDEW für Begrenzung der Stickstoffabgabe inklusive Gärresten auf 170 kg Nitrat pro ha
  • ZSW will den Kraftstoffertrag aus Biomasse versechsfachen
  • PV-Equipment: Geschäftsklima hellt sich nach schwachem Jahr 2013 deutlich auf
  • Windkraftausbau im Südwesten: „Geplante Investitionen von rund 1,2 Mrd. € liegen auf Eis“

Unternehmensmeldungen in EUWID Neue Energien 17/2014 (Auswahl):

BEB Bio Energie Baden, AC Biogas, S.A.G. Solarstrom, aleo solar, Siemens, Tennet, Capital Stage

Graphiken und Tabellen in EUWID Neue Energien 17/2014 (Auswahl):

Großhandelspreise Getreide/Ölsaaten, Renixx World, Windenergieeinspeisung, Marktdaten Windkraft, Solareinspeisung, Rohstoffpreise, Heizölpreise

EUWID Neue Energien – Energiewende kompakt

Den EUWID-Wochenbericht zur Energiewende finden Sie auch bei openpr: http://www.openpr.de/news/791482

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