Stromnetz: Tennet und TransnetBW stellen vorläufigen Vorschlagskorridor für Südlink vor

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Die Übertragungsnetzbetreiber Tennet und TransnetBW haben heute den vorläufigen Vorschlagskorridor sowie eine durchgehende Alternative und weitere mögliche Korridorvorschläge für Südlink veröffentlicht. Damit gibt es nun ein valides Netz an möglichen Korridoren für das Gleichstromprojekt, das Tennet und TransnetBW als Erdkabelverbindung planen.

Den Antrag auf Bundesfachplanung werden die Projektpartner am 17. März einreichen. Die Antragsunterlagen werden vorab bereits ab dem 9. März veröffentlicht, teilten die Unternehmen mit. Damit wollen die beiden Vorhabenträger für das Gleichstromprojekt die Öffentlichkeit schon vor der Einreichung des Antrags auf Bundesfachplanung über den aktuellen Planungsstand informieren.

Uns ist es wichtig, einen Korridor zu finden, der Mensch und Natur möglichst wenig belastet. Wir haben dafür die Hinweise der Bürger vor Ort mit berücksichtigt. Das haben wir über die umfassendste Bürgerbeteiligung, die es je für ein Netzausbauprojekt in Deutschland gab, erreicht. Damit haben wir die Vorarbeiten für SüdLink abgeschlossen. Jetzt kann der formelle Genehmigungsprozess starten, in dem die Bürger auch rechtliche Mitsprachemöglichkeiten haben“, erklärte Lex Hartman, Mitglied der Geschäftsführung bei TenneT TSO.

Auftakt für detaillierte Untersuchungen

Der Vorsitzende der Geschäftsführung von TransnetBW, Werner Götz, sagte, der Vorschlagskorridor sei ein erstes Zwischenergebnis und der Auftakt für detaillierte Untersuchungen. In den nächsten beiden Jahren könnten sich weitere Veränderungen ergeben, bevor die Bundesnetzagentur (BNetzA) über den tatsächlichen Verlauf entscheide. Tennet und TransnetBW wiesen darauf hin, dass die kommenden Untersuchungen für alle Korridorvarianten – den Vorschlagskorridor, die Alternative sowie das weitere Korridornetz – in der gleichen Detailtiefe durchgeführt würden. Erst am Ende der Bundesfachplanung werde die Genehmigungsbehörde einen Korridor festlegen.

Südlink soll ab 2025 als Gleichstrom-Erdkabelverbindung die windreichen Regionen Norddeutschlands mit Bayern und Baden-Württemberg verbinden. Sie werde in Wilster und Brunsbüttel beginnen; Endpunkte sind Grafenrheinfeld und Großgartach. Das Projekt ist in insgesamt fünf Teilabschnitte aufgeteilt, für die die Vorhabenträger jeweils die Bundesfachplanung beantragen. Auf den Antrag zum ersten Abschnitt folgen bis Ende April die Anträge für die weiteren Abschnitte. Tennet und TransnetBW werden ab Ende März den Planungsstand und weitere Beteiligungsmöglichkeiten auf Bürger-Informationsveranstaltungen vorstellen, heißt es.

Dem Antrag vorausgegangen war im Herbst 2016 die Vorstellung von möglichen Korridorvorschlägen für das Stromnetz. Deren Planung sowie die des aktuellen Korridornetzes basieren auf dem vom Gesetzgeber vorgegebenen Erdkabelvorrang sowie weiteren Vorgaben durch die Genehmigungsbehörde. Nach Einreichung der Anträge werde die Bundesnetzagentur die Unterlagen prüfen und Antragskonferenzen ausrichten, zu denen Träger öffentlicher Belange, Umweltverbände und Landesbehörden eingeladen seien und an denen alle interessierte Bürger teilnehmen könnten. Am Ende der Bundesfachplanung werde die Behörde einen Trassenkorridor festlegen. Dieser wird Ausgangspunkt für das darauf folgende Planfeststellungsverfahren sein, das über den genauen Verlauf der Verbindung innerhalb des Korridors entscheiden werde.

Auf den Internetseiten www.tennet.eu und www.transnetbw.de finden sich Karten zum vorläufigen Vorschlagskorridor, zur durchgängigen Alternative und weiteren möglichen Korridorverläufen sowie Erläuterungen zu allen Themen rund um die Planung von Südlink und sukzessive die Termine der Informationsveranstaltungen.

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