Schon heute kann Strom aus erneuerbaren Energien mancherorts günstiger erzeugt werden als aus fossilen Brennstoffen. Die niedrigsten Stromgestehungskosten (LCOE) aller Erneuerbaren-Technologien weist die Windkraft an Land mit 55 US-Dollar je MWh auf. Durchschnittlich verbucht die Solarkraft zwar mit LCOE von 70 US-Dollar je MWh noch höhere Kosten als die Kohlekraft, in sonnenreichen Regionen schneiden Solarkraftwerke aber voraussichtlich ab 2021 kostengünstiger ab.

“Solar-plus-Batterie”-Systeme in sonnenreichen Regionen wettbewerbsfähig

So können beispielsweise in Indien „Solar-plus-Batterie“-Systeme eine MWh Strom schon ab 47 US-Dollar produzieren. Damit ist dort auch der Ausgleich der fluktuierenden Stromerzeugung aus Wind- und Solaranlagen durch fossile Energieträger immer weniger ein Argument. Das geht aus einer BNEF-Studie hervor, die im Titelbericht der vorliegenden Ausgabe 14/2018 von EUWID Neue Energie dargestellt wird. Als Faktoren für die sinkenden Kosten von Erneuerbaren werden in der Studie neben sinkenden Kapitalkosten und verbesserter Effizienz auch Ausschreibungen genannt.

Anlagenbauer leiden unter gefallenen Preisen

Wie die Anlagenhersteller an dem zunehmenden Wettbewerb durch Ausschreibungen leiden, wird am Beispiel von Nordex deutlich. Im Geschäftsbericht für 2017 weist das Unternehmens mit 0,3 Mio. € nur einen knappen Gewinn aus, 2018 könnte es sogar zu einem Verlust kommen. Ähnlich sieht es im Solarbereich schon seit Längerem aus. So werden die gesunkenen Preise für Photovoltaik-Module von der Solarworld Industries GmbH als ein Grund dafür genannt, dass eine Insolvenz nicht vermieden werden konnte. Damit folgt die GmbH der Solarworld AG als Vorgängerunternehmen in die Zahlungsunfähigkeit. SMA Solar leidet unterdessen unter dem Preisverfall bei Wechselrichtern und setzt folglich zunehmend auf margenreichere Geschäfte mit Energiedienstleistungen, digitalen Angeboten und Energiespeichern.

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EUWID Neue Energie

EUWID Neue Energie 14/2018 ist am 5. April erschienen und umfasst 43 Nachrichten, Berichte, Analysen und zahlreiche Tabellen und Graphiken auf 24 Seiten. Kernfragen der redaktionellen Arbeit des Teams von EUWID Neue Energie sind:

  • Wie gelingt der Umbau der traditionellen Energiewirtschaft hin zu einem auf regenerativen Quellen basierenden Energiesystem der Zukunft?
  • Und wie können die Akteure am Markt den Umbauprozess für sich ökonomisch und gewinnbringend gestalten?

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3 Themen aus EUWID Neue Energie 14/2018, die Sie nicht übersehen sollten:

1Eine Übersicht über Prognosen zur Entwicklung von Biogas- und Power-to-Gas-Anlagen:

AEE-Metaanalyse: Erneuerbare Gase für wirksamen Klimaschutz unverzichtbar

2Frost & Sullivan-Studie zum globalen Windkraftmarkt

Frost & Sullivan sieht globalen Windkraftmarkt auf Wachstumskurs

3Aktueller Handlungsbedarf im Bereich Systemdienstleistungen

Stromnetz: Systemdienstleistungen weiter entwickeln und Innovationen integrieren

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