Store&Go-Anlage speist erstmals Biomethan ins Netz

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Electron microscope photograph of the Electrochaea archaea strain, a variation of Methanothermobacter thermautotrophicus.
Electron microscope photograph of the Electrochaea archaea strain, a variation of Methanothermobacter thermautotrophicus.

Auf dem Areal Aarmatt der Regio Energie Solothurn wurde Ende Mai im Rahmen des Store&Go-Forschungsprojekts erstmals erneuerbares Methan hergestellt. Wenige Tage später erfolgte die erste Einspeisung ins Gasnetz. Das teilte die Electrochaea GmbH, die das Verfahren der biologischen Methanisierung entwickelt hat, aktuell mit. Die Store&Go-Anlage ist Teil eines gesamteuropäischen Forschungsprojektes.

Die biologische Methanisierung ist ein wichtiger Baustein im sogenannten Power-to-Gas-Prozess, der in Zukunft für die saisonale Speicherung von überschüssigem erneuerbaren Strom von zentraler Bedeutung sein wird. In dem innovativen Verfahren wandeln sogenannte Archaeen (Urbakterien) Wasserstoff und CO2 in erneuerbares Gas um. Ab einer Methankonzentration von 96 Prozent kann das erneuerbare Gas uneingeschränkt in das herkömmliche Gasnetz eingespeist werden. Dies erfolgte in Zuchwil erstmals am 6. Juni 2019 nach einer Laufzeit von lediglich vier Tagen. Seitdem wurden mehr als 370 kg erneuerbares Methan eingespeist. Mit dieser Menge könnte ein mit Gas betriebener Kleinwagen ca. 10.000 km fahren.

In den nächsten Wochen und Monaten werden nun durch die Projektpartner intensive Tests und Optimierungen durchgeführt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse dienen der großtechnischen Weiterentwicklung des Power-to-Gas-Verfahrens.

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