Stawag will mit mehr Ökostrom und Service Ergebnis verbessern

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Der Aachener Energieversorger Stawag kommt eigenen Angaben zufolge beim Ausbau der Ökostromproduktion gut voran. Das Unternehmen hat 15 Windparks bundesweit in Betrieb und konnte in jüngster Zeit etliche regionale Windparks errichten, wie aus einem Unternehmensbericht hervor geht.

So ist seit Jahresanfang der Windpark Simmerath am Netz, Windparks im Aachener Norden und in Monschau-Höfen mit je fünf Windkraftanlagen sind im Bau. Noch im Jahr 2017 sollen weitere Windkraftstandorte in Bergheim, Linnich und Münsterwald vorangebracht werden. Das selbst gesteckte Ziel, im Jahr 2020 die gleiche Menge Strom in eigenen Ökostromanlagen zu erzeugen, wie die Aachener Privat- und Gewerbekunden verbrauchen, sieht die Stawag bereits jetzt zur Hälfte erreicht. Im Jahr 2018 rechnet das Unternehmen damit, sein Ziel zu 70 Prozent zu erfüllen.

Ein wichtiger Meilenstein für die Stawag soll auch die zum Jahresanfang 2018 geplante Gründung einer gemeinsamen Netzgesellschaft mit der Energie- und Wasser-Versorgung GmbH (EWV), Stolberg, werden. Damit will man alle Aufgaben rund um Bau und Betrieb der Netze in Aachen und der Städteregion bündeln. Die letzten Gremienentscheidungen für die Kooperation sollen noch vor den Sommerferien fallen.

Neue Auflage von “PV-Contracting” und “Gasheizung zum Mieten”

Um dem zunehmenden Wettbewerbsdruck durch Online-Portale und Haustürgeschäfte begegnen zu können, hat die Stawag eigene Direktvertriebsmaßnahmen ausgebaut. Mit einem neuen Online-Service und einer Neuauflage der Produkte Photovoltaikanlagen-Contracting und „Gasheizung zum Mieten“ baut der lokale Energieversorger den Service für seine Kunden weiter aus. Auch den Bereich Elektromobilität will der Versorger ausbauen. Bis zum Jahresende soll die Anzahl der Ladesäulen für E-Autos von 32 auf 47 Ladesäulen erhöht werden. Darüber hinaus unterstützen die Stawag zukünftig ein Verleihsystem für E-Bikes, das zu einer modernen, urbanen Mobilität beitragen wird. Für Kunden stellt die Stawag weiterhin ein Förderprogramm für Energiesparen und Energieeffizienz zur Verfügung, das im Bereich Elektromobilität die Anschaffung von E-Autos, E-Bikes und Wandladestationen fördert.

Im Geschäftsjahr 2016 hat die Stawag mit 23,5 Mio. € vor Gewinnabführung gemessen an 2015 (33 Mrd. €) einen deutlichen Ergebnisrückgang verzeichnet. Auch der Umsatz war mit 383 Mio. € rückläufig von zuvor 433 Mio. € im Vorjahr. Stawag-Vorstand Christian Becker wertet dies dennoch als „sehr gutes Ergebnis“.

Den Rückgang erklärt Becker vor allem mit Sondereffekten, von denen man im Jahr 2015 habe profitieren können. Belastet wurde das Ergebnis 2016 zudem durch die konventionellen Kraftwerksbeteiligungen, die unter den niedrigen Strompreisen an der Börse litten, wie die Stawag weiter mitteilte.

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