Stadtwerke Tübingen: PPA für Post-EEG-Windparks

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Der Windpark Himmelberg war 1995 einer der ersten in Süddeutschland. (Bildquelle: Sowitec)

Die Stadtwerke Tübingen (swt) widmen sich weiter den Betreibern von EEG-Anlagen, die in Kürze ihren Förderanspruch verlieren. Nachdem das Unternehmen jüngst einen Post-EEG-Tarif für PV-Anlagenbetreiber geschnürt hat, hat man nun den Technologiebereich Windenergie im Blick. Für zwei Windparks des Projektierers Sowitec haben die swt nun mehrjährige Stromabnahmeverträge (PPAs) vereinbart.

Ziel der Stadtwerke Tübingen (swt) sei es, den Anteil erneuerbarer Energien in ihrem Stromportfolio weiter deutlich auszubauen, heißt es. Den Löwenanteil davon steuert die Windkraft bei. Mit der Abnahme des Windstroms aus den beiden baden-württembergischen Sowitec-Windparks unterstützten die swt nun deren Weiterbetrieb auch über 2020 hinaus. Zukünftig fließt ein Teil des Ökostroms aus den Windparks Himmelberg und Wiesensteig direkt ins swt-Portfolio. Innerhalb der nächsten fünf Jahre rechnen die Stadtwerke mit rund 7,2 GWh aus beiden Windparks.

Aktuell sei der Windkraftausbau in Süddeutschland sehr ins Stocken geraten, sagt Ortwin Wiebecke, Geschäftsführer der Stadtwerke Tübingen. Als kommunales Stadtwerk wolle man auch vor diesem Hintergrund vor allem auch den regionalen Windparks dabei helfen, dass sie ohne EEG-Förderung am Netz bleiben können und weiter regenerativen Windstrom liefern. „Für unser Portfolio bedeutet der zusätzliche regional erzeugte Ökostrom eine Aufwertung.“

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„Wir freuen uns sehr, dass wir mit den Stadtwerken Tübingen einen lokalen Abnehmer für unseren Strom aus den beiden Windparks gefunden haben“, ergänzt Frank Hummel, CEO der Sowitec Group GmbH. Dies ermögliche den Weiterbetrieb der Windparks in den kommenden Jahren.

Windpark Wiesensteig (Bildquelle: Sowitec)

„Ein wirtschaftlicher Betrieb wird jedoch nur dann möglich sein, wenn keine größeren Reparaturen anfallen. Wir hoffen daher, dass für diese sogenannten Altanlagen noch eine Übergangsregelung, bei welcher für einen begrenzten Zeitraum noch ein Zuschlag zum Strompreis gewährt wird, von der Politik verabschiedet wird.“

Der Windpark Himmelberg wurde 1995 als einer der ersten Windparks in Süddeutschland in Betrieb genommen, besteht aus drei Windrädern und hat eine Gesamtkapazität von 1,8 MW. Im Windpark Wiesensteig (in Betrieb seit 1999) erzeugen sechs Windkraftanlagen regenerativen Strom mit einer Gesamtkapazität von 4,5 MW. Die „Pionier-Windparks“ aus den Anfangsjahren der Energiewende fallen somit Ende 2020 aus der staatlichen EEG-Förderung.

Mehr zum Thema PPA im EUWID-Dossier:

Geschäftsmodell Power Purchase Agreement (PPA): Potenzial zum Megatrend?

 

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