Stadtwerke Trier stoppen ihr Pumpspeicher-Projekt vorerst

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Die Stadtwerke Trier (SWT) sehen sich gezwungen, die Partnersuche für das Pumpspeicherkraftwerk RIO an der Mosel nicht fortzuführen. Das haben die Stadtwerke  jetzt bekannt gegeben. Die aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen ließen vorerst keine weiteren Aktivitäten zu.

Momentan müssten weitere sieben Mio. € in die Fortsetzung des Projekts investiert werden. Diese Investition wollten die SWT eigenen Angaben zufolge unter den aktuellen Rahmenbedingungen nicht alleine stemmen. Die Suche nach Projektpartner sei erfolglos geblieben. „Obwohl das Interesse an unserem Projekt, gerade vor dem Hintergrund der Vorgaben des neuen Strommarktgesetzes, deutlich zu erkennen ist, konnten wir noch keine Partner finden, die verbindlich bereit waren, unter den aktuellen Rahmenbedingungen in das Projekt zu investieren“, erklärte SWT-Vorstandssprecher Olaf Hornfeck.

Seit 2011 wurden 3,5 Mio. € investiert

Die SWT haben deshalb beschlossen, die Partnersuche erst dann fortzuführen, wenn absehbar ist, welche Rolle Energiespeicher und Online-Regler zukünftig spielen und wie diese Dienstleistungen vergütet werden. 3,5 Mio. € habe die Projektgesellschaft seit 2011 in das Raumordnungsverfahren und die Vorbereitungen für das Planfeststellungsverfahren des Pumpspeicherkraftwerks an der Mosel investiert.

„Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass unser Pumpspeicherkraftwerk PSKW RIO die derzeit einzige, in dieser Größenordnung technische Möglichkeit für die Energiewende in der Region ist. Denn bisher gibt es keine andere Lösung, um Strom aus erneuerbaren Energien in großen Mengen und mit vergleichbaren Wirkungsgraden, grundlastfähig und ausgeregelt, also unabhängig von der Witterung, bereitzustellen. Leider vermissen wir dafür noch immer die Unterstützung, insbesondere seitens der Bundespolitik“, so Projektleiter Rudolf Schöller.    

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