Stadtwerke Schwäbisch Hall nehmen Stromspeicher in Betrieb

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Batteriespeicher der Stadtwerke Schwäbisch Hall
Quelle: Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH

Die Stadtwerke Schwäbisch Hall haben am 20. Oktober ihren ersten Batteriespeicher mit einer Kapazität von 1,4 Megawattstunden und einer Leistung von einem Megawatt offiziell in Betrieb genommen. Die Batterien auf Lithium-Ionen-Basis des südkoreanischen Herstellers LG Chem werden über Wechselrichter und Trafos mit einer intelligenten Steuerung betrieben und zur Bereitstellung von Primärregelleistung eingesetzt. Nach Angaben der Stadtwerke soll die Primärregelleistung gemeinsam mit der Energie Baden-Württemberg AG vermarktet werden. Auch ein Teil der Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen nehme an den Regelenergiemärkten teil.

Der Speicher befindet sich in Schwäbisch Hall neben einem Blockheizkraftwerk, das Strom und Wärme aus Erdgas sowie Biogas erzeugt. Die Investitionskosten beziffern die Stadtwerke Schwäbisch Hall auf rund 900.000 €. Sofern die derzeit erwarteten Erlöse über die Bereitstellung von Primärregelleistung erwirtschaftet werden können, rechnen die Stadtwerke damit, dass sich die Investition für dieses Batteriespeichersystem nach zehn Jahren amortisiert. Derzeit befinde sich der Speicher im Prozess der Präqualifizierung für die Primärregelleistung.

Bis 2030 wollen Stadtwerke Strom zu 100 Prozent aus Erneuerbaren erzeugen

Die Stadtwerke Schwäbisch Hall planen, bis zum Jahr 2030 die komplette elektrische Energie aus erneuerbaren Energien zu erzeugen. Insbesondere vor dem Hintergrund steigender Stromproduktion aus fluktuierenden erneuerbaren Energien erweist sich die Bereitstellung von Regelleistung in dieser Form als ökologische Ergänzung: Anstatt der Abregelung von Erneuerbare-Energien-Anlagen kann der überschüssige Strom zwischengespeichert und zu einem anderen Zeitpunkt wieder ausgespeichert werden. Mit einem sehr guten Wirkungsgrad von über 90 Prozent, inklusive Wechselrichter- und Trafoverlusten, unterstützt der Batteriespeicher damit die Energiewende vor Ort.

Frequenzschwankungen, die durch Über- oder Unterproduktion von Strom verursacht werden, können zum Erliegen des Stromnetzes führen. Durch Einspeiser, die kurzfristig zu- oder abgeschaltet werden können, werden diese Schwankungen ausgeglichen. Die Primärregelleistung ist die kurzfristigste der drei Regelleistungsarten in Deutschland. In Sekundenschnelle werden Frequenzschwankungen im Netz über einen Frequenzregler ausgeglichen. Ein Batteriespeicher bietet die Möglichkeit, dass sowohl kurzfristig überschüssiger Strom zwischengespeichert als auch zu Zeiten niedrigerer Produktion Strom ins Netz eingespeist werden kann, um die Frequenz stabil zu halten.

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