Stadtwerke Award 2017: Stadtwerke Emden setzen auf Digitalisierung und Energiewende

Ganzheitlicher Entwicklungspfad hin zu einer Smart City

245
Stadtwerke-Award-2017
Quelle: Trianel

Die Gewinnerthemen des diesjährigen Stadtwerke Award sind ein ganzheitlicher Entwicklungspfad hin zu einer Smart City, die Entwicklung eines ganzheitlichen Sanierungsmanagements mit Modernisierung des Nahwärmenetzes sowie die erfolgreiche Umsetzung von Sektorkopplung. Neben den Stadtwerken Emden, sind die Stadtwerke Crailsheim und Schweinfurt sind die Sieger des diesjährigen Stadtwerke Award.

Das teilte die Stadtwerke-Kooperation Trianel mit, die den Award jetzt zusammen mit dem Veranstalter Innovation Congress (ICG) und der Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK) im Rahmen des VKU-Stadtwerkekongresses in Mainz verliehen hat.

Mit einem ganzheitlichen Entwicklungspfad hin zu einer Smart City haben sich die Stadtwerke Emden im Wettbewerb um den Stadtwerke Award 2017 durchgesetzt und den ersten Platz erreicht. „Die Stadtwerke Emden erfinden ihre Rolle als Stadtwerk neu. Sie verbinden Menschliches mit technisch Möglichem und sind auf dem Weg in eine Smart City”, betonte Sven Becker, der Sprecher der Geschäftsführung der Trianel GmbH und Initiator des Award, in der Laudatio.

Umbau der Emder Energieinfrastruktur zu intelligentem, regenerativem und weitgehend autarkem System

Die Stadtwerke Emden verbinden die Entwicklung der norddeutschen Seehafenstadt zu einem CO2-neutralen Produktionsstandort mit den Ansprüchen der Menschen an ein attraktives und modernes Arbeits- und Lebensumfeld, heißt es seitens Trianel. Dazu setzen die Stadtwerke Emden mit der Stadt eine ganzheitliche Digitalisierungs-Roadmap um. Die gesamte Emder Energieinfrastruktur werde zu einem intelligenten, rein regenerativen und weitgehend autarken System umgebaut. Rechnerisch erzeugten die Stadtwerke Emden bereits heute den gesamten Strombedarf aller Emder Haushalte durch erneuerbare Energien.

Lesen Sie auch unser Stadtwerke-Dossier!

Ein weiterer Baustein der Emder Roadmap sei der Aufbau einer Telekommunikationsinfrastruktur, um die Bedürfnisse der Menschen des 21. Jahrhunderts nach einer schnellen digitalen Infrastruktur zu befriedigen und gleichzeitig die Voraussetzung zur Steuerung eines hoch flexiblen und dezentralen Energiesystems zu schaffen. „Die Stadtwerke Emden verbinden und beleben die Themen Digitalisierung und Energiewende und schaffen die Basis für eine echte Smart City”, so Becker.

Stadtwerke Crailsheim mit Entwicklung eines Klimaquartiers auf dem zweiten Platz

Mit der Entwicklung des Klimaquartiers „Zur Flügelau” haben die Stadtwerke Crailsheim den zweiten Platz gewonnen. „Das energetische Sanierungskonzept ist ein Vorzeigeprojekt für die kommunale Dekarbonisierung und setzt ein Signal für moderne und bürgernahe Stadtentwicklung”, zitierte Becker die Jurybegründung. Im fränkischen Crailsheim verwirklichten die Stadtwerke ein ganzheitliches neues Geschäftsmodell für Stadtwerke und verbinden Klimaschutz mit städtebaulichen sowie sozialen Anforderungen wie altersgerechtes und energieeffizientes Wohnen.

Das von den Stadtwerken entwickelte ganzheitliche Sanierungsmanagement beinhalte eine Modernisierung des Nahwärmenetzes und weiterer Versorgungsstrukturen und schaffe über ein initiiertes Expertennetzwerk für Sanierungsfragen Möglichkeiten für die regionale Wirtschaft. Flankiert werde das Sanierungsmanagement der Stadtwerke Crailsheim durch die Kampagne “Sanier mit mir”.

Stadtwerke Schweinfurt: Dritter Platz für die Entwicklung einer Konversionsfläche

Auf dem dritten Platz des Stadtwerke Award 2017 sind die Stadtwerke Schweinfurt. Vor dem Hintergrund der Tücken des Gemeinderechts sei das Engagement der Stadtwerke Schweinfurt bei der Entwicklung der Konversionsfläche „Askren Manor” preiswürdig, urteilte die Jury. „Der Gewinner des dritten Platzes zeigt, wie man die Herausforderungen bei der Entwicklung von Konversionsflächen meistert und schon heute Sektorkopplung erfolgreich umsetzt”, betonte Becker.

In Schweinfurt entsteht auf der Konversionsfläche der früheren US-Militärbasis eine neue Kleinstadt. Hier gehe es um mehr als energetische Sanierung von alten Kasernengebäuden. Neben einer sozial und demografisch ausgewogenen Stadtteilsanierung werden auf der Konversionsfläche eine flächendeckende Glasfaserversorgung aufgebaut, intelligente Messsysteme implementiert sowie eine öffentliche und private Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge aufgebaut, heißt es seitens Trianel. Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr runde das Gesamtkonzept ab. Die Stadtwerke positionierten sich mit ihrem Gesamtkonzept als Partner der Stadt und der Bürger.

Auch interessant:

Leipziger Stadtwerke investieren 8,8 Mio. € in vier neue BHKW

Berlin: Stadtwerke rüsten Gefängnisse mit Photovoltaik-Anlagen aus

Nahwärmenetz: EDS setzen Versorgungskonzept fürs Stuttgarter Olga-Areal um

Stadtwerk am See beteiligt sich am Solarkraftwerk Eigeltingen

Stadtwerke Bochum bieten jetzt Services für Bauträger an

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein