Stadtwerk am See realisiert Nahwärme-Projekt in Friedrichshafen

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In Friedrichshafen entsteht ein Modellprojekt für ökologische Wärmeversorgung. Das Stadtwerk am See und MTU Friedrichshafen haben jetzt die Energiezentrale für das Quartier Heinrich-Heine-Straße in Betrieb genommen. Mit dabei sind auch die anderen großen Industriebetriebe ZF, MWS, Sauerstoffwerk und Zeppelin Systems sowie die Stadt Friedrichshafen und die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG), teilte das Stadtwerk mit.

Bei dem Projekt geht es darum, Abwärme, die bei der Industrieproduktion entsteht, nutzbar zu machen. Baubeginn für den ersten Abschnitt des Nahwärmenetzes war vor einem Jahr, nun werden 258 Wohnungen der SWG mit Wärme versorgt. Sie stamme aus dem Wärmenetz des benachbarten MTU-Werks von Rolls-Royce Power Systems. „MTU startet dieses Projekt der Nahwärmeversorgung über ihr bereits bestehendes Wärmenetz, zu dem auch ein Blockheizkraftwerk von MTU Onsite Energy gehört. In einem zweiten Schritt werden wir auch Industrieabwärme, beispielsweise von Motorenprüfständen, einspeisen“, sagt Albin Berg, der Infrastrukturverantwortlicher bei MTU ist.

Das Stadtwerk am See ist nach eigenen Angaben der zentrale Dienstleister für beide Seiten. Es kaufe die Wärme von der Industrie und liefere sie an die SWG-Wohnungen und ein benachbartes Obdachlosenheim weiter. Dazu habe das Stadtwerk am See ein Nahwärmenetz aufgebaut. Die Stadtwerk-Techniker kümmerten sich um das 1.200 m lange Netz und die Wärmeeinspeisung aus dem MTU-Netz. „Das Projekt ist ein Ausblick in die Energiezukunft“, betont Stadtwerk-Geschäftsführer Alexander-Florian Bürkle. „Wir verbinden in diesem städtischen Quartier die ansässige Industrie mit Wärmeverbrauchern in der Nachbarschaft.

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