Die Heimspeichermärkte boomen, doch wie werden sich die Speicherpreise in der nächsten Zeit entwickeln? Einen maßgeblichen Einfluss darauf hat die steigende Bedeutung der Elektromobilität, wie der Speichermonitoring-Bericht der RWTH Aachen (pdf) jetzt deutlich macht.

Einerseits ergeben sich durch die weltweit steigenden Produktionskapazitäten Potenziale für weitere Preissenkungen in Folge von Skaleneffekten. Andererseits können durch die hohe Nachfrage im Automobilmarkt Lieferengpässe und Zellknappheit entstehen, die insbesondere kleinere Speichersystemhersteller vor Herausforderungen stellen könnten.

Die Anwendungsmöglichkeiten von Speichern werden vielfältiger, das sollte auch systemisch endlich genutzt werden können.

Der Speichermonitoring-Bericht der RWTH Aachen ist das Titelthema der heute erschienenen Ausgabe 30/2018 von EUWID Neue Energie. Die Experten der RWTH zeigen in ihrem Bericht auch die Potenziale von Speichern als Element zur Nachrüstung von Photovoltaik-Anlagen, die ab dem Jahr 2021 aus der EEG-Förderung fallen. Die Post-EEG-Phase wird damit einen weiteren Nachfrageschub am Speichermarkt ausüben.

EUWID-Serie zu Post-EEG-Anlagen: Für unsere Premiumkunden bereiten wir die Ergebnisse der Serie zu Post-EEG-Anlagen in einem Dossier auf. Das Dossier wird künftig fortlaufend aktualisiert und soll Anlagenbetreibern dann als Entscheidungshilfe für den Zeitraum nach Auslaufen der EEG-Förderung dienen.

Die Speicherbranche begrüßt die Ergebnisse des Monitoringberichts. „Das Speichermonitoring ist eine wichtige Wissensgrundlage für die Weiterentwicklung der Energiewende – gerade auch im Hinblick auf die notwendige Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Systemintegration von Speichern“, heißt es beim Bundesverband Energiespeicher (BVES). „Die Anwendungsmöglichkeiten von Speichern werden vielfältiger, das sollte auch systemisch endlich genutzt werden können.“

DEPV zu Boom bei MAP-Förderanfragen:  Bislang sind die entsprechenden Projekte noch gar nicht im Markt angekommen

Einen weiteren Themenschwerpunkt der aktuellen Ausgabe bildet das Thema Holzpellets. Der aktuelle Marktbericht für Holzpellets, den die EUWID-Redaktion Holz und Holzwerkstoffe erstellt, zeigt, dass der saisonübliche Rückgang der Handelspreise bis Mitte Juli geringer als in den Vorjahren ausfällt. Derweil meldet sich der Deutsche Energieholz- und Pelletverband (DEPV) zu Wort und warnt angesichts hoher Zuwachszahlen bei den MAP-Förderanträgen für Biomasseheizungen vor Euphorie: Bislang seien die entsprechenden Projekte noch gar nicht im Markt angekommen.

Stadtwerke haben heute eine einmalige Chance, ihre Stadt einheitlich und preiswert zu digitalisieren

Um das Thema „Smart Metering“ geht es in einem Interview, das wir mit Hausheld-Vorstand Bouke Stoffelsma geführt haben. Die Verzögerungen beim Rollout seien „ärgerlich, aber für eine sichere Infrastruktur noch zu verschmerzen.“ Stoffelsma sieht große Potenziale für die Stadtwerke in der jetzigen Phase der Digitalisierung. „Die Stadtwerke haben heute eine einmalige Chance, ihre Stadt einheitlich und preiswert zu digitalisieren“, sagt Stoffelsma. „Einmal digitalisiert, sind hunderte neue Produkte möglich.“

Unsere Lesetipps in dieser Woche:

Fakten zur Planung für die Zeit nach der sicheren Vergütung:

Was mache ich mit meiner EEG-Anlage nach dem Ende der Förderzeit?

Günstige Pellets im Sommer auch dieses Jahr – aber mit bescheidenen Preisrückgängen

EUWID-Marktbericht für Holzpellets: Saisonüblicher Preisrückgang bei Pellets bisher weitgehend ausgeblieben

Wie sind die Perspektiven an den Speichermärkten?

RWTH Aachen: Aussichten für den Solarstromspeicher-Markt weiterhin positiv

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