Sonnen adressiert mit neuem Angebot Betreiber von Post-EEG-Photovoltaikanlagen

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Die meisten PV-Anlagenbetreiber haben noch Zeit, um sich mit der Post-EEG-Phase zu befassen. Aber auch hier ist es empfehlenswert, frühzeitig Weichen zu stellen (Bildquelle: EUWID)

Die sonnen-Gruppe adressiert mit der neuen „sonnenFlat direkt“ die Betreiber von Post-EEG-Photovoltaikanlagen. Der Schlüssel des Angebots liegt in der Umrüstung der Solaranlage zu einer Eigenverbrauchsanlage durch die Nachrüstung eines Speichers, der „sonnenBatterie“. Ein großer Teil des selbsterzeugen Stroms fließe damit in den eigenen Haushalt, „wodurch die bisherigen Stromkosten deutlich sinken“, heißt es beim Wildpoldsrieder Unternehmen.

Der Teil des Stroms, der nicht selbst verbraucht werden kann, fließt in die sonnenCommunity. Dort werde mit anderen Mitgliedern geteilt, die gerade Strom benötigen. Den darüber hinausgehenden Überschuss vermarktet sonnen an der Strombörse. Als Gegenleistung erhält der Haushalt eine Freistrommenge, die seine Stromkosten zusätzlich zum Eigenverbrauch senkt. Zugleich wird das Problem gelöst, dass Anlagenbetreiber nach dem Ende der EEG-Förderung einen Direktvermarkter für ihren Strom benötigen, da sie sonst „wild“ einspeisen würden.

Durch die Verbindung der eigenen Anlage mit der Community kann der Pool als „virtuelles Kraftwerk“ die Vermarktung steuern und für den Haushalt Erträge am Markt erzielen, „die dem Durchschnittspreis entsprechen oder sogar über diesem liegen“, heißt es bei sonnen. Mit dem virtuellen Kraftwerk ist sonnen auch am Regelenergiemarkt aktiv. Für die Teilnahme daran erhalte der Haushalt eine zusätzliche Gewinnbeteiligung ab 77 € im Jahr.

„sonnenFlat direkt“ wird für Anlagen zwischen 3 kWp und 29,99 kWp angeboten

Die „sonnenFlat direkt“ ist ab Januar 2021 für Photovoltaik-Anlagen zwischen 3 kWp und 29,99 kWp verfügbar, die ihre EEG-Förderung verlieren. Der Beitrag für die sonnenCommunity beträgt 9,90 €/Monat. Da die sonnenBatterie bei der sonnenFlat unternehmerisch genutzt wird, könne die Anschaffung auch bei einer Nachrüstung in vielen Fällen vorsteuerabzugsfähig sein. Unter dem Strich stehen für die Anlagenbetreiber die Kosten für den neuen Speicher. Für die meisten Anlagenbetreiber mache sich die Umrüstung in weniger als zehn Jahren bezahlt, heißt es bei sonnen.

Im kommenden Jahr sind zunächst 18.000 Photovoltaik-Anlagen vom Ende der EEG-Vergütung betroffen. Bis Ende des Jahres 2025 werden insgesamt 176.000 Anlagen mit einer Leistung von knapp zwei Gigawatt aus der Förderung fallen, die dann selbst einen Abnehmer für ihren Strom finden müssen. Für die Kleinstanlagen existieren bislang keine wirtschaftlichen Weiterbetriebsmöglichkeiten, wie eine Analyse von SFV, DGS und der Kanzlei GGSC kürzlich gezeigt hat. Auch das sonnen-Angebot löst hier alle Probleme, da eine Teilnahme für Anlagen mit weniger als 3 kW nicht vorgesehen ist.

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