Soletair stellt erstmals Kraftstoff aus Solarstrom und CO2 her

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Power-to-Liquid-Pilotanlage in Lappeenranta
Quelle: KIT

Im Rahmen des Projekts Soletair haben Wissenschaftler 200 Liter synthetischen Kraftstoff aus Solarenergie und dem Kohlendioxid der Luft hergestellt. Damit wurde weltweit erstmals der komplette Prozess abgebildet und die technische Machbarkeit bewiesen. Beteiligt sind KIT Ineratec, eine Ausgründung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), sowie finnische Partner. Wie das KIT mitteilte, ist die mobile, dezentral einsetzbare chemische Pilotanlage so kompakt, dass sie in einen Schiffscontainer passt.

Das Projekt Soletair startete 2016. Im Juni 2017 wurde ein dezentraler Anlagenverbund bestehend aus drei Komponenten eingeweiht. Die vom Technischen Forschungszentrum Finnland (VTT) entwickelte „Direct Air Capture“-Einheit filtert das Kohlenstoffdioxid aus der Luft heraus. Eine an der Lappeenranta University of Technology (LUT) entwickelte Elektrolyseeinheit erzeugt mittels Sonnenstrom den notwendigen Wasserstoff.

Kohlenstoffdioxid und Wasserstoff werden dann bei hoher Temperatur in reaktives Synthesegas verwandelt und in einem mikrostrukturierten, chemischen Reaktor in flüssige Treibstoffe umgesetzt. Der Reaktor wurde am KIT entwickelt und von Ineratec zu einer marktreifen Kompaktanlage ausgebaut. Die Power-to-Liquid-Pilotanlage steht seit Sommer 2017 auf dem Campus der LUT und ist an das dortige Solarkraftwerk angeschlossen.

Das Projekt Soletair läuft noch bis Mitte 2018 und wird von der Finnischen Finanzierungsagentur für Technik und Innovation (Tekes) mit einer Mio. € gefördert.

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