Solarzubau in Deutschland im Juli 2018 bei 270 MW

490
Photovoltaik-Anlage-im-Bau
Quelle: anatoliy_gleb / stock.adobe.com

Um drei Viertel ist der Solarzubau in Deutschland im Juli 2018 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Wie die Bundesnetzagentur berichtet, wurde im Berichtsmonat ein Zubau von 269,7 MW registriert – im Juli 2017 waren es 154,3 MW.

Nach sieben Monaten wurden damit im Jahr 2018 insgesamt 1.612,2 MW an Photovoltaikleistung in Deutschland neu installiert. Bereits im August könnte das Niveau des gesamten Vorjahrs überschritten worden sein – die Zahlen dazu gibt die BNetzA Ende September bekannt.

Mieterstrom: Etwas mehr Dynamik im Juli

Mit 23 neu gemeldeten Projekten ist im Juli verglichen mit den Vormonaten auch in den Mieterstrommarkt etwas mehr Schwung gekommen. Insgesamt bleibt es aber dabei, dass die Nachfrage nach Fördermitteln gemäß Mieterstromgesetz zurückhaltend ausfällt. Jährlich könnten bis zu 500 MW gefördert werden. Seit Inkrafttreten des Gesetzes im Juli 2017 sind aber gerade mal 4,1 MW in Anspruch genommen worden.

Batteriespeicher: 10.000 im Register – 100.000 installiert

Neue Zahlen gibt es auch zu EEG-Batteriespeichern. Im Register der BNetzA sind inzwischen mehr als 10.000 Anlagen gemeldet – der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) hat allerdings gerade erst die Inbetriebnahme des 100.000sten Heimspeicher in Deutschland gefeiert – das Register der Bundesnetzagentur bildet mithin nur einen kleinen Teil des Heimspeicherbestands ab.

Durchschnittliche Bruttoleistung der Speicher bei 5,24 kW…

Insgesamt verfügen die bei der Netzbehörde gemeldeten 10.125 Batteriespeicher über eine Bruttoleistung von 53,1 MW. Für jeden einzelnen Speicher ergibt sich daraus eine mittlere installierte Bruttoleistung von 5,24 kW.

…durchschnittliche nutzbare Speicherkapazität bei 8,28 kWh

Das Register gibt auch Auskunft über die nutzbare Speicherkapazität der zumeist auf Lithium-Ionen-Basis funktionierenden Energiespeicher. Die Angaben zur Speicherkapazität sind allerdings – anders als die Angaben zur Bruttoleistung – nicht vollständig. Für die etwa 70 Prozent der Anlagen, die eine Angabe zur Kapazität gemacht haben, ergibt sich ein mittlerer Wert von 8,28 kWh.

(Beitragsbild: anatoliy_gleb / stock.adobe.com)

Was mache ich mit meiner EEG-Anlage nach dem Ende der Förderzeit?

2 KOMMENTARE

  1. Es ist ja schon alles zugepflastert.
    Nun wegen Stellenabbau an nicht geeigneten
    Stellenabbau zu bauen kann nur von ideologisch
    zerfressenen gewollt werden.
    Strom ist eine Energie die bezahlt werden muss.

  2. Ideologie ist sicher kein guter Ratgeber bei der Entscheidung zwischen Alternativen. Dennoch ein paar weiterführende Anmerkungen zu Ihrem Statement, Herr Diekwisch. Der Stellenabbau ist in der Photovoltaikbranche in Deutschland schon lange geschehen, da ist aktuell die Windbranche deutlich stärker in Bedrängnis. Was die Kosten der PV angeht, sind diese in den vergangenen Jahren massiv gesunken. In den Ausschreibungen wurden zuletzt Zuschlagspreise von etwas mehr als 4 ct/kWh registriert. Und auch PV-Anlagen auf Dächern kosten nur noch einen Bruchteil dessen, was sie vor 5 Jahren gekostet haben.
    Es ist sicher nicht jedes Problem rund um die Energiewende schon heute gelöst, aber es sind bereits Lösungen verfügbar. Dass eine fossile Energieerzeugung günstiger ist als eine auf erneuerbaren Energien basierende, ist heutzutage nicht mehr belegbar – und Ersatzinvestitionen sind in jedem Szenario erforderlich.
    Wenn man keinem klimapolitischen Fatalismus anhängt (“daran können wir ohnehin nichts ändern…”), dann ist eine schnelle Abkehr von fossilen Energieträgern das Gebot der heutigen Zeit. Wissenschaftlich gibt es keinen berechtigten Zweifel am anthropogenen Einfluss.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein