Solarwatt: 337 von 435 Arbeitsplätzen sollen im Rahmen der Sanierung erhalten bleiben

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Die Solarwatt AG hat gestern ihren Restrukturierungsplan beim Amtsgericht Dresden eingereicht und appelliert nunmehr an ihre Gläubiger, den Sanierungsweg mit zu beschreiten. Geht alles glatt, könnten 337 von 435 Arbeitsplätzen erhalten bleiben. „Wir sind davon überzeugt, gemeinsam mit allen Parteien einen Restrukturierungsplan entwickelt zu haben, der im Sinne aller Stakeholder der Solarwatt AG ein faires Angebot darstellt“, sagte Detlef Neuhaus, der Vorstandsvorsitzende der Solarwatt AG. „Nun liegt es an den Gläubigern, sich hinter den Plan zu stellen und damit den Fortbestand des Unternehmens und der überwiegenden Zahl seiner Arbeitsplätze zu sichern.“ Der Vorstand hat Unternehmensangaben zufolge in Abstimmung mit Betriebsrat und Aufsichtsrat die „im Rahmen des Restrukturierungsplans notwendigen“ Sanierungs- und Personalmaßnahmen beschlossen. Betroffen in erster Linie der Produktionsbereich für Solarmodule. Die Anzahl der Produktions- und Fertigungslinien soll reduziert und die Auslastung erhöht werden. Bis zum 10. August 2012 soll nun zwischen den Betriebsparteien über den Sozialplan und die Beauftragung einer Transfergesellschaft verhandelt werden. Die Transfergesellschaft soll die von den Personalmaßnahmen betroffenen knapp 100 Mitarbeiter qualifizieren und bei der Suche nach einer neuen Beschäftigung unterstützen. Nach der Einreichung des Sanierungsplans wird selbiger nach Prüfung durch das Gericht veröffentlicht und der Gläubigerversammlung zur Abstimmung vorgelegt. Das Amtsgericht Dresden hat nach Angaben von Solarwatt für den 11. September 2012 einen Erörterungs- und Abstimmungstermin festgelegt, in dem über den Plan und somit über die Restrukturierung der Solarwatt AG abgestimmt wird. Wird der Plan durch die Gläubigerversammlung angenommen, bedarf der Plan noch der Bestätigung des Amtsgerichts. „Sobald diese Bestätigung rechtskräftig ist, beschließt das Amtsgericht die Aufhebung des Insolvenzverfahrens“, erläuterte Rainer M. Bähr, der das Sanierungsverfahren als Sachwalter betreut. Solarwatt könne dann als „vollständig durchsaniertes Unternehmen“ wieder regulär im Markt agieren.


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