Statkraft Ventures investiert in Betreiber eines virtuellen Kraftwerks
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Der starke Ausbau von dezentralen Solarstromspeichern hat eindeutig positive Auswirkungen auf die Netzstabilität und leistet somit einen Beitrag zur Energiewende. Die Systeme senken nicht nur effektiv die Photovoltaik-Spitzeneinspeisung ab, sondern reduzieren darüber hinaus sogar die Steilheit der bestehenden PV-Einspeiseerzeugung in den Morgen- bzw. Vormittagsstunden. Im gesamten Tagesverlauf bleibt die Einspeiseleistung der PV-Anlagen mit Speicher damit unterhalb der Einspeiseleistung der PV-Anlagen ohne Speicher. Damit räumt die RWTH Aachen in ihrem Monitoringbericht zu Solarstromspeichern mit der Befürchtung auf, dass Speicher in der Mittagszeit gleichzeitig ihren Vollladezustand erreichen und die gesamte Leistung ins Stromnetz umleiten könnten (so genanntes Ramping).

EUWID Neue Energie 31/2017

Die vorliegende Ausgabe 31/2017 von EUWID Neue Energie stellt als Ergebnis des Monitoring-Berichts zudem heraus, dass der öffentliche Haushalt durch den gestiegenen Eigenverbrauch von PV-Strom nicht belastet wird. Im Titeltext erfahren Sie zudem, wie sich die Preise für Solarstromspeicher entwickelt haben und welche Hersteller die größten Marktanteile für sich verbuchen können. Während sich bei den Herstellern langsam die Dominanz eines Unternehmens abzeichnet, ist unter den Solarstromspeichertechnologien mit Lithium-Ionen-Akkus der Gewinner bereits gefunden.

Die Themen der aktuellen Ausgabe im Überblick

Energiespeicher spielen auch in virtuellen Kraftwerken eine wichtige Rolle. Wie hoch die Umsätze der Softwarehersteller für virtuelle Kraftwerke innerhalb der nächsten fünf Jahre ausfallen werden, zeigt eine Studie von Frost & Sullivan. Virtuelle Kraftwerke dienen dazu, die Stromerzeugung von fluktuierenden Energiequellen wie Wind durch die Zusammenschaltung von dezentralen Stromerzeugungseinheiten auszugleichen. Wie positiv sich die Windkrafterzeugung an Land im ersten Halbjahr 2017 in Deutschland entwickelt hat, zeigt eine Analyse der Deutschen WindGuard. Allerdings hängen dunkle Wolken am Himmel. Ein vorbildliches Beispiel für ein Windkraftprojekt mit Bürgerbeteiligung ist der Windpark Rauhkasten /Steinfirst, an dem Bürger 50 Prozent übernehmen können.

Weitere Themen in EUWID Neue Energie 30/2017:

1Biogasbranche fordert Nachbesserungen in Entwurf der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie

Die Novellierung der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie (RED) bleibt spannend, das Inkrafttreten wird 2021 erwartet. An einem Entwurf des Europäischen Rates und der Fachausschüsse hat der Fachverband Biogas nun Kritik geäußert.

2Anteil Erneuerbarer steigt im ersten Halbjahr auf 35 Prozent

Im ersten Halbjahr 2017 lag der Anteil von Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen an der Deckung des Strombedarfs in Deutschland erstmals bei 35 Prozent. Das haben vorläufige Berechnungen des ZSW und des BDEW ergeben.

3Solarworld: Sachsen beteiligt sich nicht an Transfergesellschaft

Sachsen wird sich nicht an einer Transfergesellschaft für ausscheidende Mitarbeiter der in die Insolvenz gerutschten Solarworld-Gruppe beteiligen. Die Gründung einer solchen Gesellschaft sei nicht Aufgabe des Freistaates, sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD).

4Schlechte Verfügbarkeit von PV-Modulen in Europa – Preise stagnieren

Die Verfügbarkeit von Solarmodulen jeglicher Bauart und Zelltechnologie ist im Moment „schlecht“. Das berichtet Martin Schachinger, Geschäftsführer von pvXchange. Die Engpässe auf der Angebotsseite führten zu einer allgemeinen Stagnation der bisher „eher abwärts gerichteten“ Preisentwicklung.

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