Sie wollen wissen was sich aktuell in der Solarbranche tut? Mit unseren Splittern halten wir Sie über neue Deals, Geschäftszahlen oder Kooperationen auf dem Laufenden. (Beitragsbild: oraziopuccio – stock.adobe.com)

Photon Energy erweitert PV-Portfolio in Australien um 14MWp
(29. Mai 2020)

Die Projektgesellschaften Leeton Solar Farm und Fivebough Solar Farm haben mit Infradebt Projektfinanzierungsverträge für zwei PV-Kraftwerke mit einer installierten Gesamtleistungvon 14 MWp im australischen Leeton unterzeichnet. Das hat Photon Energy, ein globales Solarstromlösungs- und Dienstleistungsunternehmen, zu dem die beiden Gesellschaften gehören, jetzt bekannt gegeben.

„Dies sind bisher die zwei größten Projekte, die in das Portfolio von Photon Energy aufgenommen werden, und unsere ersten Projekte, die wettbewerbsfähigen Strom auf am Markt verkaufen werden. Die Erfahrungen, die wir beim Betrieb der Kraftwerke sammeln, werden wir nutzen, um die Einnahmen auf dem Energiemarkt zu maximieren“, erklärte Michael Gartner, CTO der Gruppe und Geschäftsführer vonPhoton Energy Australia. Photon Energy decke den gesamten Lebenszyklus von Solarkraftwerken ab, beide Projekte wurden selbst entwickelt und sollen die ersten kommerziellen PV-Kraftwerke im Eigenbestand der Gruppe sein.

Photon Energy Engineering Australia Pty soll bei beiden Projekten die EPC-Leistungen erbringen. Die Inbetriebnahme sei für das 4. Quartal 2020 geplant, danach werde die langfristige Wartung von Photon Energy OperationsAustralia Pty Ltd. übernommen. Jedes Kraftwerk hat eine Netzanschlusskapazität von 4,95 MWp AC und eine installierte Kapazität von 7 MWp DC. Die PV-Kraftwerke Leeton und Fivebough werden am Stadtrand von Leeton, im Herzen des Bewässerungsgebiets Murrumbidgee, errichtet.

Neuer Photovoltaik-Ratgeber für Kommunen
(27. Mai 2020)

Eine neue Broschüre des Photovoltaik-Netzwerkes Baden-Württemberg zeigt den Kommunen vielfältige Handlungsoptionen auf – auch über die eigenen Liegenschaften hinaus – und unterstützt bei der solaren Energiewende vor Ort. Die Praxisbeispiele veranschaulichen, wie etwa die Solarpflicht auf Neubauten, Photovoltaik-Freiflächenanlagen oder Beratungsangebote in Kommunen funktionieren und weitere Akteure für Photovoltaik motiviert werden können. Mit der „Photovoltaik-Miete“ können Kommunen ohne Eigenkapital vom günstigen Sonnenstrom profitieren.

Die Broschüre „Photovoltaik in Kommunen“ wurde vom Solar Cluster Baden-Württemberg und der Deutschen Gesellschaft für Sonnenergie (DGS) im Rahmen des Projekts Photovoltaik-Netzwerk Baden-Württemberg ausgearbeitet. Printexemplare können bestellt werden bei: thomas.uhlandsolarcluster-bw.de.

Bürgerbeteiligung an „SBK Solardach 3“
(27. Mai 2020)

Das Projekt „SBK Solardach 3“ ist auf der Schwarmfinanzierungsplattform „LeihDeinerUmweltGeld.de“ online gegangen. Mit der auf 518.000 € limitierten Bürgerbeteiligung ermöglicht die SBK Solar 3 GmbH & Co. KG Bürgern die wirtschaftliche Teilhabe am Bau, Betrieb und Verkauf eines Photovoltaik-Kraftwerks in Sachsen-Anhalt. Es handelt sich bei dem Projekt um eine Co-Finanzierung mit der Plattform Ökovesting.  Die Anlage mit einer Nennleistung von 610,00 kWp soll auf Dachflächen in Halle an der Saale errichtet werden. Sie wird einen Jahresertrag von etwa 565.889 kWh erzeugen.

Anleger, die sich auf LeihDeinerUmweltGeld.de ab 100 € beteiligen können, erhalten für ihre Investition eine Rendite von 4,75 Prozent p.a. bei einer Laufzeit von 4 Jahren. Für Kurzentschlossene gibt es einen „Early-Investor-Bonus“: Anleger, die in den ersten 14 Tagen ab dem Zeitpunkt der Online-Stellung investieren, also bis zum 09.06.2020 um 23.59 Uhr, erhalten einen zusätzlichen Bonus in Höhe von 0,50 Prozent p.a. – der Zinssatz erhöht sich damit auf 5,25 Prozent p.a.

Spanien: Steag-Tochter SENS errichtet PV-Parks mit 180 MW Leistung
(07. Mai 2020)

Die Würzburger Steag Solar Energy Solutions (SENS) GmbH, die seit Sommer 2019 Teil des Steag-Konzerns ist, errichtet in der andalusischen Region Almeria unter dem Projektnamen Tinosa vier Freiflächen-Solarparks mit insgesamt 180 MW installierter Leistung entstehen. Der jährliche Ertrag soll 380 GWh erreichen.

Der Auftrag umfasst Planung und Installation von schlüsselfertigen Anlagen sowie der dazugehörigen 220-Kilovolt (kV)-Netzanbindung. Die PV-Parks werden im Konsortium mit dem Projektentwickler Aurinka International gebaut. „Sofern die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie dies zulassen, wird der Baubeginn des ersten Solarparks noch im zweiten Quartal 2020 sein“, heißt es bei der Steag. Zwei weitere Parks sollen voraussichtlich im Herbst dieses Jahres, für den letzten Abschnitt ist der Baubeginn für das Frühjahr 2021 vorgesehen.

Seit Erlass eines königlichen Dekrets im Jahr 2018 hat sich auf dem spanischen Markt für erneuerbare Energien einiges getan, berichtet SENS. Die weitreichende Liberalisierung und die ehrgeizigen Ziele des Nationalen Energie- und Klimaplans hätten zur Dynamisierung des Marktgeschehens „maßgeblich beigetragen“. Auch SENS, früher unter dem Namen Gildemeister energy solutions am Markt aktiv, spüre die wachsende Nachfrage sowohl im Großkundengeschäft als auch im Bereich der Industriekunden sowie beim Thema Eigenverbrauch.

RheinEnergie erweitert PV-Freiflächenanlage in Oberfranken
(05. Mai 2020)

Bildquelle: RheinEnergie

RheinEnergie hat ihre Photovoltaik-Freiflächenanlage im oberfränkischen Münchberg mit einer Leistung von 6,8 MW um weitere 6,5 MW Leistung erweitert. Die vergrößerte Anlage werde jährlich ca. 6,72 GWh Strom erzeugen. „Die Erweiterung der Freiflächenanlage in Münchberg ist ein weiterer Baustein unseres Engagements für den Ausbau der Erneuerbaren Energien, das wir unvermindert fortsetzen“, sagt Achim Südmeier, Vertriebsvorstand der RheinEnergie. Bis zum Jahr 2025 werde man dafür 100 Mio. € investieren. Aktuell betreibt die RheinEnergie deutschlandweit 24 Photovoltaik-Anlagen mit einer installierten Leistung von ca. 34,7 MW sowie 26 Windparks mit insgesamt 107 Anlagen und einer installierten Leistung von über 210 MW.

Naturstrom bringt 13-MWp-Solarpark in Rottenbach ans Netz
(22. April 2020)

Im oberfränkischen Rottenbach hat die Naturstrom AG ihren mit 13 MWp bislang größten Solarpark ans Netz gebracht. Der jährliche Ertrag liegt den Prognosen zufolge bei 14,2 GWh. Ein Teil des Parks mit 3,2 MWp Leistung erhält keine EEG-Vergütung, Bau und Betrieb werden laut Naturstrom direkt über den Verkauf des produzierten Stroms an die eigenen Kunden refinanziert. Weitere gut 9 MWp des Solarparks hat Naturstrom nach einem Zuschlag in den EEG-Ausschreibungen in einem Korridor mit einem Abstand von 110 Metern von der Autobahn errichtet, diese erhalten eine Marktprämien-Vergütung abhängig vom Börsenpreis. Bereits 2018 hatte der Öko-Energieversorger in einem ersten Bauabschnitt 0,7 MWp errichtet, die eine feste Einspeisevergütung über das EEG erhalten.

GP JOULE stellt Solarpark Ganzlin pünktlich fertig
(17. April 2020)

Solarpark Ganzlin in der Fertigstellung (Bildnachweis: GP JOULE/ Fotograf Jörn Lehman)

Der Solarpark Ganzlin, im Landkreis Ludwigslust-Parchim, kann trotz Corona-Krise pünktlich im Mai fertig gestellt werden. Das teilt der Generalunternehmer GP JOULE mit. Nach nur acht Monaten Bauzeit könne „Deutschlands XXL-Solarprojekt“ 65 MW Leistung erbringen. 80.000 von insgesamt 165.000 Modulen stehen bereits. Das Solarprojekt entsteht auf dem Gelände einer ehemaligen Kiesgrube. Auftraggeber des Solarparks Ganzlin ist Clenergy Global Projects Hamburg.

 

ABO Wind bringt zweiten ungarischen Solarpark ans Netz
(16. April 2020)

Der Projektentwickler ABO Wind hat ein zweites Solarprojekt in Ungarn ans Netz gebracht. Der Solarpark mit 6,5 MW installierter Nennleistung (5,2 MW Anschlussleistung) befindet sich in der Nähe von Püspökladány im Osten des Landes. Das Projekt wurde innerhalb des Vergütungssystems KÁT genehmigt, das bis Ende 2016 galt, und hat Anspruch auf einen festen, inflationsindexierten Tarif von aktuell 33 HUF/kWh über einen Zeitraum von 20 Jahren ab Inbetriebnahme. Für neue Projekte ermittelt Ungarn mittlerweile – ähnlich wie etwa Deutschland – mittels Ausschreibungen die Vergütung für Solarstrom.

ABO Wind hat die beiden bereits errichteten Solarparks Püspökladány und Létavértes mit zusammen 12,7 MW Nennleistung zwischenzeitlich an den dänischen Investor Obton A/S verkauft. ABO Wind plane, sich in Ungarn mit weiteren Solarprojekten an Ausschreibungen zu beteiligen sowie Projekte für private Stromlieferverträge zu entwickeln und zusammen mit dem Endinvestor ans Netz zu bringen.

ABO Wind nimmt erstes Projekt in Afrika in Betrieb
(2. April 2020)

ABO Wind hat zwölf Photovoltaik-Dachanlagen mit einer Gesamtleistung von 1,5 MW in Tunesien in Betrieb genommen. Die Anlagen verteilen sich auf zwei Standorte und jeweils sechs Gebäude: In Testour wurden Solarmodule mit einer Leistung von 900 KW errichtet, in Medjez el Bab sind es 600 KW. Beide Siedlungen liegen rund 40 Kilometer südwestlich von Tunis. Eigentümer der Dachanlagen ist die tunesische Poulina Holding Group, die an den beiden Orten Aufzuchtfarmen für Hühnerküken betreibt. Poulina wird voraussichtlich 90 Prozent selbst verbrauchen und den Rest ins Netz einspeisen. „Auch wenn es sich um ein kleines Projekt handelt, freuen wir uns über unsere erste Inbetriebnahme in Afrika”, sagt Vorstand Jochen Ahn. Das Potenzial für erneuerbare Energien in Afrika sei riesig.

ING Gruppe vergrößert Finanzierungsspielraum für Enpal
(01. April 2020)

Das Solarunternehmen Enpal hat zusätzlich zu bereits bestehenden Darlehen von drei deutschen Bankenkonsortien eine weitere Bank für die Refinanzierung seines Solaranlagen-Mietmodells gewonnen. Mit dem Darlehen der ING verdoppele sich das durch Banken und Investoren finanzierte Anlagenvolumen der Enpal Gruppe auf insgesamt rund 80 Mio. €.

Enpal wurde 2017 gegründet und hat sich nach anfänglichem Verkauf von Solaranlagen an Eigenheimbesitzer Ende 2018 auf die Vermietung spezialisiert. In der Miete sind neben der Anlage auch Versicherung, Monitoring, Wartung und anfallende Reparaturen mit inbegriffen. Nach Ablauf des 20-jährigen Vertrags geht der Besitz der Anlage für einen symbolischen Euro an die Eigenheimbesitzer über. Mit dem Geschäftsmodell konnte Enpal nach eigenen Angaben rund 3.000 Mietkunden gewinnen. Damit sei das Unternehmen in kurzer Zeit zu den Marktführern in der Branche aufgestiegen.

Die ING ist den Angaben zufolge der erste internationale Finanzierungspartner, der das Mietmodell von Enpal unterstützt. Mit der Refinanzierung der ING könnten nun „im großen Stil“ weitere Anlagen gebaut werden.

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