Sie wollen wissen was sich aktuell in der Solarbranche tut? Mit unseren Splittern halten wir Sie über neue Deals, Geschäftszahlen oder Kooperationen auf dem Laufenden. (Beitragsbild: oraziopuccio – stock.adobe.com)

Baubeginn der 49-MW-Anlage „Mogadouro“ in Portugal
(9. Dezember 2019)

Edisun Power Europe hat mit dem Bau der PV-Grossanlage „Mogadouro“ im Nordosten Portugals begonnen. Das im Juni 2019 erworbene 49-MW-Projekt hat Ende November 2019 die Baugenehmigung der zuständigen Behörden erhalten. Der Netzanschluss ist im Verlaufe der zweiten Jahreshälfte 2020 vorgesehen, wie Edisun Power mitteilt. Die Anlage wird Energie ohne staatliche Subventionen bzw. Einspeisetarife produzieren. Zur Absicherung der Erträge wurde für die ersten Betriebsjahre ein PPA (Power Purchase Agreement) mit preislich festen Abnahmeverpflichtungen abgeschlossen. Zur genauen Laufzeit wurde nichts bekannt gegeben. Für das angrenzende, zweite PV-Projekt mit 23 MW Leistung erwartet Edisun Power den Baustart ebenfalls in den kommenden Wochen (vgl. PPA Kompakt Juli 2019 Meldung).

Rheinenergie plant Freiflächen-Solarpark auf Kölner Stadtgebiet
(29. November 2019)

Die Rheinenergie AG plant den ersten Freiflächen-Solarpark auf Kölner Stadtgebiet. Das etwa 14.000 m² große Areal befindet sich unmittelbar neben einer Kläranlage an der Aachener Straße in Köln-Weiden. Auf der Fläche sollen 2.340 Solarmodule sollen verbaut werden. Wie der Energiedienstleister weiter mitteilt, liegt die installierte Leistung der Module bei rund 750 kW. Damit ließen sich etwa 215 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgen. Derzeit werden die notwendigen Beschlüsse und Genehmigungen für einen schnellen Baubeginn eingeholt.

„Als Unternehmen bauen wir unser Portfolio im Bereich der Erneuerbaren Energien stetig aus – auch auf lokaler Ebene”, so der Vorstandvorsitzende der Rheinenergie, Dieter Steinkamp. Die geplante Anlage in Weiden sei ein weiteres Beispiel dafür, wie innerstädtische Flächen, die sich für Wohnbebauung oder Gewerbenutzung nicht eignen, einen Beitrag zum Gelingen der Energiewende und zum Umweltschutz leisten können. Der Bauantrag für die Anlage ist bereits gestellt. Läuft alles nach Plan, soll der Weidener Solarpark im April 2020 realisiert werden.

Derzeit besitzt die Rheinenergie deutschlandweit 22 PhotovoltaikAnlagen mit einer installierten Leistung von ca. 28 MW sowie 25 Windparks mit insgesamt 108 Anlagen und einer installierten Leistung von 172 MW.

Athos Solar baut Freiflächen-PV-Anlage in Spanien
(07. November 2019)

In der südspanischen Provinz Castilla La Mancha hat der Bau einer Photovoltaik-Großanlage auf einer 90 ha großen Freilandfläche begonnen. Mit über 105.000 PV-Modulen soll der Solarpark jährlich mehr als 80 Mio. kWh Strom erzeugen. Das teilte die Athos Solar GmbH aus Heidelberg mit, die das Projekt ohne staatliche Förderung realisiert. Der Netzanschluss der 40-MW-Peak-Anlage ist nach einer Bauzeit von etwa 6 Monaten für Frühjahr 2020 vorgesehen.

Aufgrund gesunkener Investitionskosten und hoher Sonneneinstrahlung sei der Elektrizitätsmarkt in Spanien einer der Ersten, in dem die Photovoltaik günstiger sei als alle anderen Energieerzeugungsformen. Begünstigt werde der Stromertrag durch die Wahl monokristalliner Photovoltaik-Module mit einem hohen Wirkungsgrad. Zudem werden die Module auf Nachführsystemen installiert. Die einachsigen Tracker folgen dem Verlauf der Sonne. Das ermögliche eine Steigerung der Erträge um rund 25 Prozent. Der Solarpark auf einer Fläche von rund 130 Fußballfeldern nahe der Stadt Albacete ist der erste, den Athos Solar in Spanien realisiert.

Nach Fertigstellung des Baus plant Athos Solar, den Solarpark an institutionelle Investoren zu verkaufen. Der Bau und Betrieb der fertigen Freilandanlage finanziert sich über den Verkauf des erzeugten Stromes an der Strombörse oder über einen langfristigen Stromliefervertrag (Power Purchase Agreement) zwischen einem Stromabnehmer und dem Anlagenbetreiber.

DZ-4 erhält 20 Mio. € für 1.400 neue Solarprojekte
(04. November 2019)

Der PV-Anlagen-Verpächter DZ-4 erhält 20 Mio. € von einem deutschen Investor, um 1.400 Solarstromprojekte umzusetzen. Das berichtet die Kanzlei Becker Büttner Held (BBH), die den Deal für DZ-4 rechtlich begleitet hat. Die DZ-4 GmbH verpachtet seit 2012 sowohl Solaranlagen als auch Speicher an Eigenheimbesitzer und sieht sich als Marktführer in diesem Segment. Der neue Deal ist bereits die dritte Zusammenarbeit von DZ-4 mit dem Investor. „Die Energiewirtschaft birgt enormen Gestaltungsfreiraum für innovative Geschäftsmodelle. DZ-4 hat gezeigt, wie man dieses Potential mit einer klugen Unternehmensstrategie umsetzt und dabei auch für den konservativen Investmentmarkt attraktiv wird“, sagt BBH-Partner Jan-Hendrik vom Wege.

TEAG erwirbt Mehrheitsbeteiligung an eness
(04. November 2019)

Die TEAG Thüringer Energie AG beteiligt sich mit 50,1 Prozent an der eness GmbH, einem Start-up aus der Thüga-Gruppe. Die Thüga AG bleibt mit 49,9 Prozent beteiligt, teilte die TEAG mit. Die im Jahr 2013 gegründete eness GmbH, München, vertreibt unter der Marke „daheim“ Photovoltaikanlagen mit oder ohne Stromspeicher und entwickelt Produkte im Bereich erneuerbare Energien für Endverbraucher. 2016 beteiligte sich die Thüga an dem Start-up, das heute für rund 25 Thüga-Partnerunternehmen aktiv ist und in deren Namen PV-Anlagen und Speichersysteme vertreibt.

Um das weitere Wachstum zu unterstützen, hatte sich Thüga entschlossen, einen strategischen Partner zu suchen und diesen nun in der TEAG gefunden. Das bisherige Zusammenarbeitsmodell mit den Thüga-Partnerunternehmen soll von den beiden Geschäftsführern Felix Heitzer und Hannes Münzinger unverändert fortgeführt und um die Zusammenarbeit mit der TEAG und der Komsolar Service GmbH, Erfurt, einem 100-prozentigen Tochterunternehmen der TEAG, erweitert werden. Seit Bestehen hat eness den Angaben zufolge mehr als 2.000 PV-Anlagen und Speichersysteme erfolgreich installiert.

Deutsche Solarsysteme von BOS in Honduras installiert
(10. Oktober 2019)

Die BOS Balance of Storage Systems AG hat Pilotprojekte in Honduras gestartet und dort erste Solar-Speicher-Systeme installiert. Das noch junge Unternehmen aus Bayern hat im Rahmen des Renewable Energy Solutions (RES) Programms der Deutschen Energie-Agentur (dena) dort gemeinsam mit dem lokalen Partner Innovative Business Solutions (IBS) fünf ihrer HS business10 Systeme in Hotels und Rathäusern installiert. Jedes der All-in-One Systeme verfügt den Angaben zufolge über 10,24 kWh Lithiumspeicher sowie die jeweils benötigte Solarelektronik.

Drei der fünf Systeme sind auf den karibischen Bay Islands zum Einsatz gekommen. Zwei weitere Systemeinrichtungen fanden auf dem Festland statt, in den Rathäusern der Gemeinden Santa Fé de Colón und Juan Fransico Bulnes. Honduras belegt hinsichtlich seiner Elektrifizierungsrate im lateinamerikanischen Vergleich den vorletzten Platz, vor Haiti.

Durch eine Partnerschaft mit der spanischen Nichtregierungsorganisation „Ayuda en Acción“ in Honduras sollen die deutschen Systeme schon bald im Rahmen von Power As A Service-Geschäftsmodellen vertrieben werden. Verkauft werden dann nicht die Produkte an sich, sondern der Strom, den sie generieren. Auch die beiden Pilotsysteme in den Rathäusern werden so finanziert – durch eine Vorabzahlung von Ayuda en Acción, welche sich im Laufe der Jahre amortisiert.

Luxcara erwirbt Solarprojekt in Spanien
(7. Oktober 2019)

Der Asset Manager Luxcara hat ein weiteres Solarprojekt im südspanischen Andalusien akquiriert. Das Solarprojekt Utrilla liegt angrenzend an den Solarpark El Salobral, dessen Kauf Luxcara Ende 2017 bekannt gab. Durch die projektierte Leistung von 30 MW erhöhe sich die Gesamtleistung der Schwesterparks El Salobral und Utrilla auf 75 MW, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Aufgrund der im Vergleich zu El Salobral günstigeren Topographie des Geländes werde für das Projekt Utrilla ein Nachführsystem zum Einsatz kommen, das die Module nach dem Sonnenstand ausrichtet und so höhere Erträge ermöglicht. Der Netzanschluss ist für die zweite Jahreshälfte 2020 geplant.

„Durch die unmittelbare Nachbarschaft der beiden Solarparks können wir erhebliche Synergien schaffen. So kann beispielsweise das bestehende Umspannwerk von El Salobral auch für Utrilla genutzt werden“, sagt Philip Sander, Managing Partner von Luxcara.

Die Solarparks El Salobral und Utrilla wurden vom Projektentwickler Hive Energy geplant. Sie sind Teil eines Portfolios für institutionelle Investoren.

Goldbeck Solar stellt 28-MW-Solarpark in Niederlanden fertig
– Bürgerbeteiligung möglich
(7. Oktober 2019)

Im niederländischen Lelystad hat Goldbeck Solar den ersten Bauabschnitt eines Solarparks fertiggestellt. Auftraggeber des Projekts war der niederländische Investor Solarvation B.V. Der Solarpark verfügt aktuell über 28 MW und soll ab Mitte 2020 mit 38 MW bis zu 10.000 Haushalte versorgen. Der Strom wird dafür in das öffentliche Netz eingespeist. Zusätzlich gibt es den Angaben zufolge die Möglichkeit einer Bürgerbeteiligung. Interessenten können über zonnepanelendelen.nl ein Stück des Parks ab 25 € erwerben.

Goldbeck Solar eröffnet 50-MW-Projekt in Akadyr
(1. Oktober 2019)

Power Plant Akadyr. Bildnachweis: Goldbeck Solar

Goldbeck Solar hat das zweite Solarprojekt in Kasachstan abgeschlossen und mit diesem insgesamt 150 MWp installiert. Die Anlage ist vergangene Woche im Rahmen einer Eröffnungsfeier offiziell ans Netz gegangen. Zu den größten Herausforderungen für das Akadyr-Projekt hätten die Witterungsverhältnisse mit Temperaturen von rund -40 Grad Celsius im Winter gezählt.

Nun versorgen rund 150.000 Module mit einer jährlichen Energieerzeugung von 82.000 MWh mehrere tausend Haushalte in und um Akadyr mit grüner Energie. Dadurch ließen sich in den kommenden 15 Jahren rund 500.000 Tonnen CO2 einsparen. 

Update (7. Oktober): Kurz nach dem offiziellen Netzanschluss hat Goldbeck Solar bereits die Planungen für eine Erweiterung bekannt gegeben. Demnach plant das Unternehmen am selben Standort eine Erweiterung mit einer Leistung von 26 MW, die das gesamte Projekt in Akadyr auf eine Leistung von knapp 76 MW bringen soll. Das Projekt wurde den Angaben zufolge im Rahmen einer Auktion ausgeschrieben. Neben Goldbeck Solar erhielt auch die russische Solarsystem LLP den Zuschlag. Der Bau ist für den Sommer 2020 geplant. 

SPIE und bejulo realisieren größtes Solarprojekt in Ungarn
(1. Oktober 2019)

Der Multitechnik-Dienstleister für Gebäude, Anlagen und Infrastrukturen SPIE hat gemeinsam mit dem Konsortialpartner bejulo auf einer 33 Hektar großen Fläche in Bükkábrány das größte Solarprojekt Ungarns realisiert. Bükkábrány liegt im Norden Ungarns, zirka 30 Kilometer von Miskolc entfernt.

Solaranlage Ungarn. Bildnachweis: SPIE

Nach der erfolgreichen Erprobungsphase wird die Energie nun in das öffentliche Netz eingespeist. Das im Auftrag des ungarischen Energieversorgers Mátrai Erőmű Zrt installierte Photovoltaik-Kraftwerk besteht aus 64.000 polykristallinen Solarmodulen mit einer Nennleistung von je 355 Watt. Die Investitionskosten belaufen sich laut SPIE auf rund 16 Mio. €.

 

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