Smart Meter laut Umfrage in weiten Teilen der Gesellschaft nicht angekommen

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Das Thema Smart Meter ist in weiten Teilen der Gesellschaft nicht angekommen und zeichnet sich vor allem durch Unklarheit aus. Auch wenn sich nach wie vor keine fundamentale Verweigerung gegenüber der Technologie in der Bevölkerung abzeichnet, muss die Einführung der Smart Meter von konsistenten Kommunikationsstrategien begleitet werden, zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Beratungsbüros Hitschfeld. Folgerichtig müsse die Kommunikation auf die verschiedenen Etappen des Rollouts abgestimmt sein, denn nur so könne die widerspruchsfreie Einführung der neuen Technologie gelingen.

Daran habe sich auch, soviel die Fachleute darüber auch arbeiteten und redeten, im Laufe des vergangenen Jahres nichts geändert. Hatten im Rahmen einer ersten Umfrage von Hitschfeld zu Smart Metering im Mai 2016 insgesamt 32 Prozent der Befragten vom Thema gehört, so seien es jetzt 34 Prozent. Die Befragten akzeptierten das Thema Smart Meter als Teil der digitalen Welt, als Facette auf dem Weg in den digitalen Alltag. Für Kommunikations-Experten sei dieser Befund ein wertvoller Ansatz, an dem sich entsprechende Maßnahmen orientieren sollten, so das Beratungsbüro.

Im Kontext mit dem Internet der Dinge sähen es knapp dreiviertel der Befragten (73 Prozent „stimme zu/stimme eher zu“) auch als folgerichtig an, dass unsere Zählertechnik digital und „smart“ werde. Ein Aspekt, vor dem beim Thema „Digitalisierung“ oft gewarnt werde, sei die Frage, ob Smart Meter das Leben komplizieren und unübersichtlich machen. Diese Sorge verfange bei den Befragten nicht. Nur ein Drittel stimme hier zu, allerdings nur zehn Prozent uneingeschränkt.

Lokale Anbieter werden deutlich vorgezogen

Schwieriger sei die Beantwortung der konkreten Frage nach der Energiewende. Zwar sage knapp die Hälfte der Befragten, dass sie die Smart-Meter-Technik als wichtigen Teil der Energiewende unterstützen würden, auch wenn sie persönlich davon keinen Nutzen hätten. Doch nur 18 Prozent stimmten dem uneingeschränkt zu. Die Befragten ziehen lokale Anbieter (Stadtwerke) deutlich vor (inter-)nationalen Anbietern (61 Prozent Zustimmung) vor, heißt es weiter. Die Stadtwerke müssten allerdings darauf achten, dass sich ihre stärkste „Fan-Gruppe“ in der Gruppe 60 Jahre und älter befinde. Die nachfolgende Generation müsse erst noch (verstärkt) gebunden werden. Wichtig sei den Befragten zudem das Label „Datenschutz – made in Germany“. Dreiviertel aller Befragten sehen deutsche Datenschutzstandardsals Basis für die Akzeptanz der neuen Technologie.

Datenschutz wichtiges Thema

Große Unklarheiten sähen die verschiedenen Kundengruppen beim Nutzen der Smart Metering Technologie. Dazu würden auch schwierige Begrifflichkeiten wie intelligente Messeinrichtung, Gateway, digitaler Zähler usw. beitragen. Um die Akzeptanz für eine Technologie zu erringen und zu sichern, die einen wichtigen Beitrag für das Gelingen der Energiewende liefern soll, müsse dringend mit einer klaren, in sich konsistenten und auf die Verbraucher abgestimmten Kommunikation begonnen werden, so das Beratungsbüro. Gefordert sei eine, auf die Etappen des Smart Meter Rollouts und die davon betroffenen Kundengruppen abgestimmte, zeitlich differenzierte Kommunikation. Im Rahmen der Studie hat das Beratungsbüro von KW 8 bis KW 10 2017 insgesamt 1.000 Personen befragt.

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