Smart Grid in Rotterdam mit Technologie von Siemens

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Die Stadt Rotterdam, der niederländische Netzbetreiber Stedin und der niederländische Energiedienstleister Lyv Smart Lyving starten mit Siemens als Technologiepartner das Pilotprojekt Smart Electrical Grid in Rotterdam. Im Verlauf des Projektes sollen über die nächsten drei Jahre 20.000 Anschlüsse für beispielsweise intelligente Gebäude, Büros, Industrieanlagen sowie dezentrale Stromerzeuger realisiert werden. Herzstück ist das dezentrale Energiemanagementsystem DEMS von Siemens. Die Omnetric Group, das Siemens Joint Venture mit Accenture, liefert für das Projekt die IT-Infrastruktur, teilte der Technologiekonzern mit.

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Ziel des Projektes sei es, Stromerzeugung und -verbrauch in Rotterdam intelligent zu steuern, beginnend im Stadtteil Merwe-Vierhavens. Es sollen Verbrauchsspitzen geglättet, Netzüberlastungen vermieden sowie Energie- und -verteilungskosten gespart werden. Zudem soll das Smart-Grid-Projekt Investitionen in mehr erneuerbare Energiequellen und Energiespeicher fördern, sowie neue Geschäftsmodelle ermöglichen, heißt es seitens Siemens. Das dezentrale Energiemanagementsystem DEMS dient als Plattform für das Smart Electricity Grid in Rotterdam, um beispielsweise Schwankungen bei der Erzeugung und bei Lasten auszugleichen und Leistungsspitzen im Netz zu kompensieren.

Neue Geschäftsmodelle ermöglichen

Das Smart Grid soll Unternehmen und Haushalten, die selbst Strom erzeugen, attraktive Bedingungen für die Vermarktung überschüssigen Stroms bieten. So würden aus reinen Verbrauchern Prosumer. Auf diese Weise soll das Rotterdamer Smart Grid auch die lokale Wirtschaft stimulieren und den Weg für Innovationen und neue Geschäftsmöglichkeiten ebnen. Die Mischung aus größeren und kleineren Unternehmen sowie Privathaushalten in Rotterdam sorge für die passende Testumgebung für das Smart-Grid-Pilotprojekt. Nach dem erfolgreichen Ablauf der Testphase planen die Partner, das Smart Grid auf andere Distrikte auszudehnen.

Später soll auch die Umgebung außerhalb Rotterdams mit weiteren Mio. Anschlüssen folgen. Im Zusammenspiel mit lokal erzeugtem Strom aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen soll das Smart Electricity Grid Rotterdam bis 2050 eine ausgeglichene Energiebilanz ermöglichen. Außerdem bestehe die Chance, in Zukunft auch andere Regionen in den Niederlanden auf diese Weise mit Energie zu versorgen.

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