SMA steigert im Jahr 2020 weltweiten Absatz von Wechselrichtern auf 14,4 Gigawatt

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SMA-Chef Jürgen Reinert (Bildquelle: SMA Solar Technology AG)

Die SMA Solar Technology AG hat den weltweiten Wechselrichterabsatz im Jahr 2020 um 26 Prozent auf 14,4 GW (Vorjahr: 11,4 GW) steigern können. Das gab das Unternehmen jetzt bekannt und bestätigte damit die vorläufigen Zahlen von Anfang Februar. Der Umsatz der SMA Gruppe stieg um rund 12 Prozent und überschritt mit 1.026,6 Mio. € (2019: 915,1 Mio. €) die Eine-Milliarde-Euro-Grenze. Der Umsatzanstieg sei insbesondere auf die sehr gute Geschäftsentwicklung in den Segmenten Large Scale & Project Solutions sowie Home Solutions zurückzuführen. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (Ebitda) verdoppelte sich auf 71,5 Mio. € (Ebitda-Marge: 7,0 Prozent; 2019: 34,2 Mio. €, 3,7 Prozent).

Unter dem Strich verbucht der hessische Solartechnikspezialist ein Konzernergebnis in Höhe von 28,1 Mio. € (2019: -8,6 Mio. €). Den Rückgang der Nettoliquidität von 303,0 Mio. € auf 226,0 Mio. € führt SMA in erster Linie darauf zurück, dass im Vergleichswert von Ende 2019 erhöhte Kundenanzahlungen aufgrund eines im ersten Quartal 2020 abgearbeiteten Großauftrags enthalten waren. „Zum Ende 2020 bewegten sich die Kundenanzahlungen wieder auf normalem Niveau“, berichtet SMA.

Man habe die bereits vor Beginn der Pandemie gesetzten Wachstumsziele bei Umsatz und Ergebnis erreicht, sagt SMA Vorstandssprecher Jürgen Reinert. Im Segment für private PV-Anwendungen sei der Umsatz vor allem in der Region Europa, mittlerer Osten und Afrika stark gestiegen, im PV-Kraftwerksgeschäft hat SMA insbesondere in den USA Marktanteile hinzugewonnen und die führende Position in Australien weiter gefestigt. „Dort haben wir insgesamt einen Marktanteil von rund 65 Prozent an der bereits in Betrieb befindlichen oder genehmigten PV-Kraftwerksleistung“, so Reinert weiter.

SMA-Hauptstandort wird zu 100 Prozent mit Strom aus PV- und Windkraftanlagen aus der direkten Umgebung versorgt

„Besonders freut mich auch, dass wir 2020 einen wichtigen Meilenstein innerhalb unserer Nachhaltigkeitsstrategie erreicht haben. Der Hauptstandort von SMA wird nun zu 100 Prozent mit Strom aus PV- und Windkraftanlagen aus der direkten Umgebung versorgt. Auch wärmeseitig versorgen wir uns hier nun vollkommen CO2-neutral.“ Ziel sei es, SMA spätestens ab 2025 weltweit komplett CO2-neutral zu stellen.

Für das erste Quartal 2021 rechnet der SMA Vorstand mit einem Umsatz von 235 Mio. € bis 245 Mio. € (Vorjahr: 287,9 Mio. €) und einem Ebitda von 14 Mio. € bis 17 Mio. € (Vorjahr: 12,3 Mio. €). Der SMA Vorstand bestätigt die am 5. Februar 2021 veröffentlichte Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2021. Diese sieht ein Umsatzwachstum auf 1.075 Mio. € bis 1.175 Mio. € und ein Ebitda von 75 Mio. € bis 95 Mio. € vor.

„Aufgrund der andauernden weltweiten Coronakrise und steigender Rohstoff- sowie PV-Modulpreise haben wir einen relativ verhaltenen Jahresauftakt verzeichnet“, merkt Reinert an. Im März habe der Auftragseingang angezogen. Der aktuelle produktbezogene Auftragsbestand plus Umsatz deckten bereits rund die Hälfte der Jahresprognose ab.

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