Sinteg: BMWi startet in Schaufenster-Regionen Praxistest für Stromversorgung der Zukunft

1799

Rainer Baake hat heute den Startschuss für fünf ausgewählte Modellregionen gegeben, in denen innovative Technologien und Verfahren für die Stromversorgung der Zukunft untersucht werden. Ziel des Förderprogramms „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende“ (Sinteg) sind Musterlösungen für eine klimafreundliche, sichere und effiziente Energieversorgung bei hohen Anteilen erneuerbarer Energien. Im Zentrum stehen dabei die intelligente Vernetzung von Erzeugung und Verbrauch durch Einsatz innovativer Netztechnologien und -betriebskonzepte. Die fünf Schaufenster werden in den nächsten vier Jahren mit über 200 Mio. € vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) gefördert. Zusammen mit zusätzlichen privaten Investitionen würden so über 500 Mio. € in die Digitalisierung des Energiesektors investiert. Der Start des Praxistests sei ein wichtiges Signal und ein starker Schub für die Energiewende und den Innovationsstandort Deutschland. Für ein Energieversorgungssystem der Zukunft, das mit bis zu 100 Prozent der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien arbeite, würden neue und innovative Stromnetz-Technologien und -betriebskonzepte benötigt, erklärte der Staatssekretär im BMWi: „Und zwar nicht nur auf dem Papier, sondern wir müssen sie in der Praxis testen. Genau das machen wir mit fünf großflächige Modellregionen, die über ganz Deutschland verteilt sind.“ An den Schaufenster-Regionen sind nach Angaben des BMWi über 200 Unternehmen und weitere Akteure etwa aus der Wissenschaft beteiligt. Die Projekte haben den Auftrag, „Blaupausen“ für die breitenwirksame Umsetzung einer intelligenten Stromversorgung auf Basis erneuerbarer Energien zu entwickeln. Die fünf Schaufenster wurden im Rahmen eines Förderwettbewerbs ausgewählt. Mit der Übergabe der Förderbescheide sei dieser Schritt nun abgeschlossen. Damit beginne nun der aktive Teil des Programms. Das Schaufenster „C/sells“ (großflächiges Schaufenster im Solarbogen Süddeutschland) in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen hat den Schwerpunkt „Solarenergie“. Im Fokus steht die regionale Optimierung von Erzeugung und Verbrauch. Im Rahmen des Schaufensters „Designetz“ (Baukasten Energiewende – von Einzellösungen zum effizienten System der Zukunft) in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland soll Energie aus Solarenergie und Windkraft für die Versorgung von urbanen und industriellen Verbrauchern genutzt werden. Im Schaufenster „enera“ in Niedersachsen geht es u.a. um regionale Systemdienstleistungen, die das Netz lokal stabilisieren und die Zuverlässigkeit der Stromversorgung auf Basis erneuerbarer Energien weiter erhöhen. Das Schaufenster „NEW 4.0“ (Norddeutsche EnergieWende) in Schleswig-Holstein und Hamburg soll zeigen, dass die Region bereits 2025 sicher und effizient mit 70 Prozent regenerativer Energie versorgt werden kann. Das Schaufenster für intelligente Energie aus dem Nordosten Deutschlands „Windnode“ umfasst die fünf ostdeutschen Länder und Berlin. Ziel ist eine effiziente Einbindung von erneuerbarer Erzeugung in einem System aus Strom-, Wärme- und Mobilitätssektor.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein