Sind synthetische Kraftstoffe aus erneuerbaren Energien im Zuge der Verkehrswende Hoffnungsträger oder Irrweg? E-Fuels gelten einerseits als die Wunschformel vieler Automobilhersteller und gleichzeitig im Vergleich zur elektrischen Nutzung von Strom in Elektrofahrzeugen als ineffizient mit Blick auf die Energiebilanz. Mit Blick auf den Leitsatz „Efficiency First“ wirft dieser Umstand so manche Frage auf.

Der Titelbericht der neuen Ausgabe von EUWID Neue Energie stellt das Projekt „reFuels – Kraftstoffe neu Denken“ vor. Dabei geht es um die Chancen, die solche Kraftstoffe für Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt bieten.

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) will jetzt zusammen mit dem Land Baden-Württemberg und Partnern aus der Automobilbranche und der Mineralölindustrie entsprechende E-Fuels, die sich aus nicht-fossilen Kohlenstoffquellen wie biogenen Reststoffen in Kombination mit der direkten Umwandlung von CO2 und erneuerbarem Wasserstoff herstellen lassen, erforschen. Für die Dekarbonisierung des Verkehrssektors stehen verschiedene Optionen zur Verfügung, zu denen neben der Elektromobilität auch Biokraftstoffe und synthetische Kraftstoffe zählen.

Die aktuelle Ausgabe befasst sich auch mit dem Projekt „KeroSyN100“, in dessen Rahmen eine Demonstrationsanlage zur Produktion von grünem Kerosin geplant ist. Als Stromquelle soll dabei überschüssige Windenergie dienen.

Wie sich die Stromerzeugung von Windenergie an Land entwickelt, ist ebenfalls ein Thema der neue Ausgabe. Demnach ist der Bruttozubau im Anschluss an das Rekordjahr 2017 deutlich eingebrochen. Mit einem Rückgang um 29 Prozent fällt die Bilanz im Gegensatz zum Offshore-Windmarkt um einiges düsterer aus, ergeben von der Deutschen WindGuard erhobene Zahlen.

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