Mit einer installierten Basis von 13 GW und weiteren 5 GW in der Pipeline ist Brasilien einer der weltweit führenden Windmärkte. Nun hat Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE) seinen bisher größten Auftrag in Brasilien unterzeichnet und avanciert damit laut eigener Angaben zum zweitgrößten Windenergieanlagenhersteller im Land mit einem Marktanteil von 24 Prozent.

Der Auftrag umfasst die Lieferung von 136 Windenergieanlagen (WEA) vom Typ SG 3.4-132 mit insgesamt 471 MW Leistung. Die Anlagen gehen an das Energieunternehmen Neoenergia, der brasilianischen Tochter von Iberdrola. Sie werden an mehreren Standorten des Santa Luzia Projekts in Betrieb genommen, das 15 Windparks im Bundesstaat Paraiba im Nordosten Brasiliens umfasst.

Auftrag leistet Beitrag zur lokalen Wertschöpfung

Bei dem Großprojekt kommt erstmals im brasilianischen Markt der neue Anlagentyp SG 3.4-132 zum Einsatz. Laut Siemens eine der neuesten und effizientesten Turbinen mit 65 m langen Rotorblättern. Die Anlagen wird Siemens Gamesa in seinem brasilianischen Werk Camaçari lokal fertigen.

„Santa Luzia ist ein Meilenstein in der Geschichte der brasilianischen Windbranche, da es sich um einen der größten jemals in diesem Markt erteilten Auftrag handelt“, sagte José Antonio Miranda, CEO von Siemens Gamesa in der Geschäftsregion Americas.

Seit Siemens Gamesa vor acht Jahren in den brasilianischen Markt eingestiegen ist, hat das Unternehmen über 3 GW an Windleistung in Brasilien installiert – das entspricht mehr als 1.500 Anlagen. Das Unternehmen betreut auch Turbinen für verschiedene Kunden im Rahmen von O&M-Verträgen. Der brasilianische Markt bietet Siemens zufolge ein großes Entwicklungspotenzial, da die brasilianische Regierung bis zum Jahr 2026 eine installierte Windbasis von 28,5 GW anstrebe.

Nordex setzt sich in Brasilien bei Windpark „Fortim“ durch

Auch die Nordex Group vermeldete in dieser Woche einen Auftrag in Brasilien. Nordex soll 41 Turbinen der Baureihe AW125/3000 mit einer Leistung von insgesamt 123 MW an den brasilianischen Energieversorger Furnas, einer Tochter von Centrais Elétricas Brasileiras S.A. – Eletrobras, liefern. Im Lieferumfang von Nordex ist auch der Service der Anlagen über eine Laufzeit von mindestens fünf Jahren enthalten.

Der Windpark „Fortim“ soll im Bundesstaat Ceará im Nordosten von Brasilien entstehen. Nordex will ebenso wie Siemens zur lokalen Wertschöpfung beitragen und die Turbinen in seinem brasilianischen Werk sowie die 120 m hohen Türme an einem weiteren Standort des Unternehmens nahe des Parks fertigen.

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Symbolbild (Quelle: www.siemens.com/presse)

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