Siemens Gamesa entwickelt Offshore-Geschäft in Taiwan

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Quelle: Siemens

Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE) und die taiwanesische Hafengesellschaft, Taiwan International Ports Corporation (TIPC), wollen gemeinsam den Hafen Taichung für Offshore-Windgeschäfte entwickeln.

Wie das deutsch-spanische Unternehmen mitteilte, haben die beiden Gesellschaften zu diesem Zweck nun eine Absichtserklärung (MoU) unterzeichnet. Im Rahmen der nicht bindenden Vereinbarung wollen beide Partner die Eignung von Hafengebieten untersuchen, in denen künftig Produktion, Büros und Verschiffung inklusive Lagerung, Vormontage und Verladung am Kai angesiedelt werden können, heißt es in einer Unternehmensmeldung.

„Wir sind der festen Überzeugung, dass in diesem aufstrebenden Markt ein großes Potential für die Stromerzeugung auf dem Meer liegt und möchten diese Entwicklung mit unserer langjährigen Erfahrung als Offshore-Marktführer unterstützen“, sagt Andreas Nauen, CEO Offshore bei SGRE.

Offshore-Bürostandort in Taipeh gegründet

Ein zeitlicher Horizont für den Abschluss der Zusammenarbeit wurde nicht festgelegt. Über die Erklärung hinaus hat SGRE einen Offshore-Bürostandort in Taipeh eröffnet, über den das Unternehmen die Nähe zu seinem wachsenden Kundenstamm im Asia-Pacific-Geschäft außerhalb Chinas verbessern will. Mit dem neuen Büro hat das Unternehmen einen zentralen Standort in der Region geschaffen, über das – zusammen mit den Standorten in Japan und Korea – die Offshore-Windtechnik in der gesamten Geschäftsregion vertrieben wird.

„Aktuell projektiert die Offshore-Windbranche in Taiwan nach offiziellen Angaben über 10 GW an Windleistung“, erläutert Nauen weiter. „Im Jahr 2017 hat die Regierung Taiwans starke Zeichen gesetzt, um die Entwicklung zu unterstützen, darunter eine detaillierte Planung der Stromnetzkapazitäten und eine Stärkung der langfristigen Ziele. Auch in den anderen Ländern der Region sehen wir wichtige Meilensteine erreicht: Japan entwickelt derzeit erste Projekte im Großkraftwerksmaßstab und Korea nimmt bereits erste Offshore-Windkraftwerke in Betrieb.“

Hoffen auf das Offshore-Geschäft

Angesichts der Umstrukturierungen bei Siemens Gamesa infolgedessen bis zu 6.000 Arbeitsplätze zur Disposition stehen, ist die Nachricht über die Gründung einer neuen Offshore-Zentrale für das Asia-Pazifik-Geschäft außerhalb Chinas für die Beschäftigten hierzulande nur ein kleiner Trost. Es bleibt abzuwarten, inwiefern die Entwicklung des Offshore-Geschäfts in Asien auch die Arbeitsplätze an deutschen Standorten sichert.

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