Siemens Gamesa: Aufträge gesunken – Umsatz gestiegen

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Symbolbild Offshore-Windturbine (Quelle: Siemens)

Ein gemischtes Bild zeigt die Quartalsbilanz von Siemens Gamesa im Ende Dezember zu Ende gegangenen ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2020/2021. Wegen einiger Großaufträge im vergangenen Jahr ist der Auftragseingang von Siemens Gamesa Renewable Energy im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2020/2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um die Hälfte auf 2,28 Mrd. € (Vorjahresquartal: 4,63 Mrd. €) gesunken. Das Vorjahresquartal habe unter anderem Großaufträge für Offshore- Windparks einschließlich Serviceleistungen in Taiwan, dem Vereinigten Königreich und den Niederlanden verzeichnet, teilte Siemens mit.

Bei den Umsätzen erzielte Siemens Gamesa ein Plus von 15 Prozent auf 2,30 Mrd. € (Vorjahr: 2,00 Mrd. €). Der Zuwachs geht auf das Offshore- und das Servicegeschäft zurück. Auf vergleichbarer Basis stiegen die Umsatzerlöse um 18,9 Prozent. Positiv entwickelte sich auch das Ergebnis. Das angepasste Ebita verzeichnete einen sehr starken Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal, das durch stark negative Effekte von insgesamt rund 150 Mio. € im Zusammenhang mit Projektverzögerungen in Nordeuropa belastet war. „Das abgelaufene Quartal profitierte von Volumeneffekten sowie der Auflösung von üblichen Rückstellungen in Verbindung mit niedrigeren Ausfallraten und geringeren Wartungskosten“, berichtet Siemens Gamesa.

Die Sondereffekte erhöhten sich im Vorjahresvergleich aufgrund von gestiegenen Restrukturierungs- und Integrationskosten. Das Angepasste Ebita vor Sondereffekten verbesserte sich daher noch stärker. Auf dieser Ebene wurde eine Ebita-Marge von 5,1 Prozent erreicht. Der Free Cash Flow vor Steuern lag unter dem Vorjahreswert, da das Vorjahresquartal stark durch Kundenanzahlungen aufgrund des hohen Auftragseingangs begünstigt war.

Siemens Gas and Power: In Deutschland fallen 3.000 Arbeitsplätze weg

Die Siemens Energy AG insgesamt, in die Siemens Gamesa Renewable Energy eingegliedert ist, verbuchte einen deutlichen Auftragsrückgang, der auf die Effekte im Windenergiebereich zurückzuführen ist. Nach 10,03 Mrd. € im Vorjahr wurden im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahrs nur 7,43 Mrd. € an Aufträgen akquiriert. Der Umsatz stieg leicht um 2,6 Prozent auf 6,54 Mrd. €, das angepasste Ebita stieg dagegen deutlich aus dem negativen Bereich auf 366 Mio. €. Unter dem Strich steht ein Gewinn von 99 Mio. €.

Um die Wirtschaftlichkeit zu steigern, kündigte Siemens Energy einen Abbau von 7.800 Arbeitsplätzen weltweit im Segment Gas and Power an. In Deutschland sollen 3.000 Arbeitsplätze abgebaut werden, ohne dass es zu Standortschließungen kommt. In den USA werden 1.700 Arbeitsplätze abgebaut, zudem fallen 3.100 Arbeitsplatze an weiteren internationalen Standorten weg.

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