Senvion verkauft Onshore-Servicegeschäft an Siemens Gamesa

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Bildquelle: Senvion

Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE) erwirbt einen wesentlichen Teil des europäischen Onshore-Servicegeschäfts von Senvion. Die Rotorblattproduktion in Portugal soll ebenfalls Bestandteil der Einigung sein. Wie Senvion heute morgen mitteilt, hat der Gläubigerausschuss der Transaktion einstimmig zugestimmt. Diese steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die relevanten Aufsichtsbehörden sowie weiteren üblichen Abschlussbedingungen. Der Abschluss wird für den europäischen Onshore Service innerhalb des vierten Quartals 2019 erwartet. Der Kaufpreis beläuft sich SGRE zufolge auf 200. Mio. €.

Die Transaktion sichere mehr als 2.000 Arbeitsplätze – rund 60 Prozent aller Stellen bei Senvion. Die Kosten der Betriebsfortführung sowie Löhne und Gehälter seien durch laufende Geschäftsaktivitäten gesichert. Für andere Geschäftsbereiche von Senvion sei ein Liquidationsprozess initiiert worden, um sozialverträgliche Lösungen für verbleibende Mitarbeiter und eine ordnungsgemäße Liquidation der verbleibenden Vermögenswerte zu gewährleisten, heißt es weiter.

Wie angekündigt werde das Unternehmen einige Fortführungsprojekte abschließen. Diese Arbeiten sollen teilweise bis Mitte des nächsten Jahres andauern und bis dahin weitere Arbeitsplätze sichern. Für andere Geschäftsbereiche, darunter die Aktivitäten in Indien und das außereuropäische Servicegeschäft, würden die Sondierungsgespräche mit potenziellen Investoren weiterhin fortgesetzt.

Rotorblattfertigung in Portugal eine der wettbewerbsfähigsten Produktionsstätten in Europa

Durch die Übernahme einer Serviceflotte mit 8,9 GW von Senvion erhöht sich die von Siemens Gamesa gewartete Turbinenleistung an Land auf insgesamt nahezu 69 GW. Die Service-Verträge verfügen laut SGRE über eine lange Laufzeit und bieten eine hohe Sichtbarkeit im Markt.

Darüber hinaus teilte Siemens Gamesa mit, dass die übernommene Onshore-Rotorblattfertigung in Portugal eine der wettbewerbsfähigsten Produktionsstätten in Europa sei. Das Werk in Vagos werde dazu beitragen, die industrielle Wertschöpfungskette von Siemens Gamesa zu stärken und die Abhängigkeit von Lieferanten aus Asien zu verringern. Damit reduziere das Unternehmen die Auswirkungen aktuell volatiler Handelsbedingungen.

Hier geht es zum Vorbericht:

Senvion schließt Exklusivitätsvereinbarung mit Siemens Gamesa über Kaufverhandlungen

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