Senvion erwartet 2017 einen geringfügig niedrigeren Umsatz im Bereich von zwei bis 2,1 Mrd. € und entsprechend niedrigere Ebitda-Margen von etwa acht bis 8,5 Prozent infolge kurzfristiger Markttrends.
Bildquelle: Senvion

Der Windanlagenhersteller Senvion hat im ersten Halbjahr 2017 im Rahmen der Erwartungen Umsätze in Höhe von 830 Mio. € verzeichnet. Die Umsätze im Bereich Service stiegen Senvion zufolge um zehn Prozent auf 151 Mio. €. Im Offshore-Segment verzeichnete der Windanlagenbauer ein plus von 145 Prozent auf 184 Mio. €. Dies geht aus dem Halbjahresbericht hervor, den Senvion vorgelegt hat.

Zwar waren die Einnahmen im selben Zeitraum des Vorjahres mit 870 Mio. € noch leicht höher. Doch der bei Senvion im Frühjahr vergangenen Jahres eingeleitete Umstrukturierungsplan sah ohnehin für 2017 ein zwischenzeitlich leicht rückläufiges Geschäft vor.

Restrukturierungskosten im Volumen von fast 52 Mio. € belasteten dem Bericht zufolge die Ergebnisse. So meldet Senvion aus den operativen Aktivitäten einen Halbjahresverlust von 73,4 Mio. € gegenüber 20,9 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Der Verlust unter dem Strich steigt von 44 Mio. € auf fast 92 Mio. €.

Aufträge in Höhe von zwei Milliarden Euro bis Ende 2017

Die Aufträge in den ersten sechs Monaten beliefen sich auf 940 Mio. €, ein Anstieg um 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Aufträge kamen vor allem aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, sowie den neuen Märkten wie beispielsweise Kroatien und Serbien. Die Festaufträge beinhalten auch einen Offshore-Vertrag über 307 Mio. € in Deutschland. Bis Ende 2017 sollen gemäß den bisherigen Senvion-Planungen Aufträge im Wert von rund zwei Milliarden Euro eingegangen sein.

Laut Senvion zeigt das Kostensenkungsprogramm einschließlich der nun vorgenommenen Schließung zweier Werke in Schleswig-Holstein erste Wirkung. Nachdem der vorige Geschäftsführer Andreas Nauen als CEO Ende 2015 dem heutigen CEO Jürgen Geißinger Platz gemacht hatte, trieb das Unternehmen im vergangenen Jahr die beabsichtigte Internationalisierung seines Geschäfts kräftig voran. Unterstützt von seinem Mutterkonzern, dem US-amerikanischen Fonds Centerbridge, kaufte es 2016 den US-amerikanischen Rotorblattmaterial-Zulieferer Rodpack, den indischen mittelständischen Windturbinenbauer Kenersys und den deutsch-polnischen Rotorblatthersteller Euros.

Internationale Ausrichtung notwendig

Mit einer gezielten Neuausrichtung auf zusätzliche und für das Unternehmen neue internationale Märkte, will Senvion sein Geschäft auf eine breitere Basis stellen. Nicht zuletzt die gesetzlich im Erneuerbare-Energien-Gesetz 2017 festgelegten Änderungen für den Ausbau der Windenergie in Deutschland hatten eine verstärkte internationale Ausrichtung notwendig gemacht.

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