Senvion-geführtes Konsortium will 10+-MW-Turbine entwickeln

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Der Windanlagenhersteller Senvion hat in Zusammenarbeit mit Partnern entlang der Wertschöpfungskette der Offshore-Windenergiebranche einen Projektvorschlag bei der Europäischen Kommission im Rahmen des Förderprogramms Horizont 2020 eingereicht. Im Rahmen des Projekts „ReaLCoE“ soll eine Offshore-Windenergieanlage mit mehr als 10 MW Leistung entwickelt werden.

Aus dem Projektvorschlag gehen Investitionen im Umfang von mehreren hundert Millionen Euro in den europäischen Sektor für saubere Technologien hervor. Im Rahmen des Projekts „ReaLCoE“ will das paneuropäische Konsortium unter Federführung von Senvion eine robuste, zuverlässige Offshore-Windenergieanlage der nächsten Generation im Leistungsbereich von über 10 Megawatt (MW) entwickeln.

„Die Vision von ReaLCoE besteht darin, das volle Potenzial der Offshore-Windenergie freizusetzen, um an den Strommärkten weltweit in direkten Wettbewerb mit konventionellen Energieträgern zu treten. Erreicht wird dies durch Innovationskraft und den Zusammenschluss zahlreicher Disziplinen im Offshore-Bereich“, erläutert Senvion-CEO Jürgen Geißinger das Konzept.

Wandel der Offshore-Windenergie

Effizienzsteigerungen und Möglichkeiten zur Senkung der Stromgestehungskosten könnten so an jeder Stelle der Wertschöpfungskette genutzt werden. Mit den Fördergeldern der Europäischen Union soll es erleichtert werden, neue Kooperationspartnerschaften zu bilden und den Wandel der Offshore-Windenergie zu einem wirklich digitalen Branchensegment anzustoßen.

Senvion hat im Mai 2017 die Entwicklung einer 10MW+ Offshore-Windenergieanlage bekannt gegeben. Mit der Umsetzung eines integrierten Ansatzes im Rahmen des Verbundprojekts vollzieht das Unternehmen nun einen weiteren Schritt in diese Richtung. Das Unternehmen hat die erfahrensten Stakeholder der Offshore-Branche sowie innovative KMU eingeladen, sich dieser „wertschöpfenden Partnerschaft“ anzuschließen. Die vertikale Integration der Wertschöpfungskette, also die Umstellung von einer sequenziellen auf eine modulare und parallele Entwicklung, Erprobung und Zertifizierung, sowie neue Formen der Zusammenarbeit lassen diese Vision Realität werden.

Projekt „ReaLCoE“

„Durch austauschbare Komponenten und die parallele Erprobung und Zertifizierung wird sich die Time-to-Market deutlich verkürzen. Eine längere Betriebslaufzeit sowie geringere Service- und Wartungsanforderungen werden zu einer erheblichen Senkung der Stromgestehungskosten führen“, ist sich Geißinger sicher.

150 Teilnehmer aus neun Ländern haben das Projekt „ReaLCoE“ im Rahmen von drei Workshops im Laufe fast eines Jahres vorbereitet. Renommierte Forschungsinstitute wie DTU, ECN und das Fraunhofer IWES sichern die Berücksichtigung der neuesten technologischen Entwicklungen. Mit EnBW gehört darüber hinaus einer der führenden Versorger in Europa, der am Markt Nullgebote platziert hat, dem Konsortium an. Im Verlauf des Projekts will das Konsortium für den ersten Prototypen einer Multimegawattturbine eine Technologieplattform in einer realistischen Offshore-Umgebung entwickeln, installieren, demonstrieren, betreiben und erproben.

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