Schwimmende Windkraft: EnBW und aerodyn testen Modell in Deutschland

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Bildnachweis: EnBW/Fotograf Jan Oelker

Nezzy² ist ein Prototyp aus zwei Windkraftanlagen auf einer schwimmenden Plattform aus Betonfertigteilen, den die EnBW und das norddeutsche Ingenieurunternehmen aerodyn engineering in einem Baggersee bei Bremerhaven testet. Im Sommer soll Nezzy² sich in der Ostsee bei Wind und Wellen beweisen.

Verlaufen die Tests positiv, soll das Modell mit einem weiteren Partner in Originalgröße in China getestet werden. Ziel des Forschungsprojektes ist die Entwicklung einer neuen Offshore-Technologie, bei der die Windkraftanlagen auf der Wasseroberfläche schwimmen.  

Bildnachweis: EnBW/Fotograf Jan Oelker

„Das Potenzial ist riesig. Mit der neuen Technologie kommen Länder und Meeresflächen mit großen Wassertiefen in Frage und erweitern so die Möglichkeiten der regenerativen Energiegewinnung“, erklärt Hannah König, Leiterin Wind- und Maritime Technik bei der EnBW. Bei künftigen Projekten plane die EnBW selbst schwimmende Anlagen einzusetzen: „Insbesondere Frankreich ist für uns gemeinsam mit unserem Tochterunternehmen Valeco hierfür ein interessanter Markt“, so König.

Aerodyn hat im Jahr 2018 bereits ein Vorgängerkonzept mit einer Turbine im Maßstab 1:10 erfolgreich im Meer vor Japan erprobt. Das Folgekonzept Nezzy² ist mit zwei Rotoren ausgestattet und wurde bislang im Maßstab von 1:36 in einem künstlichen Wellenkanal in Cork in Irland getestet. „Wir sind überzeugt, dass Nezzy² der internationalen Offshore-Windindustrie ermöglichen wird, in Zukunft noch kostengünstiger Windstrom vom Meer zu erzeugen“, sagt aerodyn-Geschäftsführer Sönke Siegfriedsen.

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