Schweizer Energiestrategie 2050 „auf Kurs“

129
Schweizer-Berge
Quelle: Ben Burger - stock.adobe.com

Die Schweizer Energiestrategie 2050 befindet sich auf Kurs der Richtwerte bis 2020. Wie das Bundesamt für Energie (BFE) mitteilt, hat es einen ersten Monitoringbericht dazu publiziert, der künftig jährlich erscheinen soll. Bereits im Mai 2017 hatte sich die Schweizer Stimmbevölkerung für das neue Energiegesetz ausgesprochen und damit für den langfristigen, schrittweisen Umbau des Energiesystems.

Das Monitoring beobachtet u.a. Richtwerte, die im neuen Energiegesetz (EnG), das am 1. Januar 2018 in Kraft getreten ist, festgeschrieben sind. Der jetzt publizierte Bericht zeigt die Situation per Ende 2017, also noch vor Inkrafttreten der neuen gesetzlichen Maßnahmen. Demnach sei die Ausgangslage in der Schweiz sehr gut, und es habe sich die nötige Dynamik entwickelt, um den Kurs der Energiestrategie 2050 weiter zu verfolgen, so das BFE.

Stromproduktion aus erneuerbaren Energien (ohne Wasserkraft)

Die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien (ohne Wasserkraft) steigt dem BFE zufolge seit 2000 an, seit 2010 hat sich das Wachstum verstärkt. 2017 lag die erneuerbare Stromproduktion bei 3,653 TWh oder bei 6,4 Prozent der gesamten Netto-Elektrizitätsproduktion. Der Richtwert 2020 beträgt 4,4 TWh. Vom angestrebten Zubau von 3,0 TWh zwischen dem Basisjahr 2010 und 2020 waren 2017 bereits 75 Prozent erreicht.

Stromproduktion aus Wasserkraft

Bei der Stromproduktion aus Wasserkraft lag die mittlere Netto-Produktionserwartung 2017 bei 35,878 TWh. Der Richtwert 2035 beträgt 37,4 TWh. Basisjahr ist hier 2011, bis 2035 wird ein Nettozubau von rund 2,0 TWh angestrebt (kein Richtwert 2020 im Gesetz). Davon waren 2017 25,6 Prozent erreicht.

Endenergieverbrauch pro Kopf

Der Energieverbrauch pro Kopf hat laut BFE seit dem Jahr 2000 abgenommen. 2017 lag er 15,7 Prozent unter dem Basisjahr 2000, witterungsbereinigt beträgt der Rückgang sogar 16,3 Prozent. Damit wurde der Richtwert 2020 von -16 Prozent bereits erreicht.

Stromverbrauch pro Kopf

Der Stromverbrauch pro Kopf lag 2017 um 4,9 Prozent unter dem Wert aus dem Jahr 2000, witterungsbereinigt betrug der Rückgang 5,0 Prozent. Auch hier ist der Richtwert 2020 (-3 Prozent) bereits erreicht.

Novelle des Schweizer Stromgesetzes soll Liberalisierung bringen

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein