Schweiz: 58 Prozent des Stroms stammt aus erneuerbaren Energien

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Der Strom aus Schweizer Steckdosen stammt zu 58 Prozent aus erneuerbaren Energien. Wie aus einer Mitteilung des Bundesamtes für Energie (BFE) hervorgeht, wurden 53,4 Prozent des im Jahr 2015 gelieferten Stroms in Großwasserkraftwerken produziert (2014: 49,5 Prozent). Die gelieferte Wasserkraft wurde zu 88,8 (87,6) Prozent in der Schweiz produziert. 20,7 (26,0) Prozent des gelieferten Stroms wurden in Kernkraftwerken produziert. 19,4 (18,1) Prozent des gelieferten Stroms stammten aus nicht überprüfbaren Energieträgern.

Dieser relativ hohe Anteil dürfte der Behörde zufolge darauf zurückzuführen sein, dass auf dem europäischen Markt vermehrt Strom aus fossilen und nuklearen Quellen beschafft wird, ohne Zukauf von entsprechenden Herkunftsnachweisen. Gegenüber dem Vorjahr habe sich der Anteil nicht überprüfbarer Energieträger indes nur leicht erhöht. Der Anteil neuer erneuerbarer Energieträger (Sonne, Wind, Biomasse und Kleinwasserkraft) nimmt stetig zu, von 4,7 Prozent im Jahr 2014 auf 4,9 Prozent 2015. Davon wurden 94 Prozent in der Schweiz produziert und knapp drei Viertel durch die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) gefördert. In geringen Mengen stammte der 2015 gelieferte Strom aus Abfällen (ein Prozent) und fossilen Energieträgern (0,6 Prozent).

Produktionsmix ist nicht gleich Liefermix

In der Schweiz wird Strom zu rund 60 Prozent aus Wasserkraft, zu 34 Prozent aus Kernkraft, zu gut zwei Prozent aus fossilen und vier Prozent aus erneuerbaren Energien produziert (Schweizer Produktionsmix), so das Bundesamt. An die Schweizer Steckdosen werde aber nicht nur Strom aus Schweizer Produktion geliefert: Es herrsche ein reger Handel mit dem Ausland, bei dem Strom exportiert und importiert werde. Deshalb stimme der Schweizer Produktionsmix nicht mit der durchschnittlichen Zusammensetzung des gelieferten Stroms (Schweizer Liefermix) überein.

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