Schwarzbuch: Bund der Steuerzahler kritisiert Energieeffizienz-Kampagne des BMWi

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Der Bund der Steuerzahler (BdSt) hat die Energieeffizienzkampagne des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) in seinem Schwarzbuch „Die öffentliche Verschwendung 2017/18“ kritisiert. Für die Kampagne gebe das Ministerium in diesem Jahr 15 Mio. € aus. Um die Bürger zum Energiesparen zu animieren, weil damit Einsparungen und vorbildliche gesellschaftliche Effekte verbunden sein könnten, werbe das BMWi auf vielfältige und teure Weise – mit Plakaten, Zeitungsanzeigen, online und auch im Kino.

Das Ministerium gebe zehn Mio. € für Anzeigen und weitere fünf Mio. € für Infoveranstaltungen, Materialien und die Aktivierung von Multiplikatoren aus. Das seien noch einmal zwei Mio. € mehr als im vergangenen Jahr, moniert der BdSt, schließlich sei 2017 ein Wahljahr. Besonders auffällig sei die neu konzipierte Kampagnen-Webseite, auf der Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) einen prominenten Platz einnehme.

„Deutschland macht’s effizient“ habe den Anspruch, die einzige Informationsplattform zu sein, die „alle Zielgruppen anspricht und alle Aspekte rund um das Thema Energieeffizienz gebündelt und leicht zugänglich präsentiert“, zitiert der Steuerzahlerbund das BMWi. Es sei kein Wunder, dass die Kampagne so teuer geworden sei. 

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