Roland Berger: Versorger müssen möglichst frühzeitig eine eigene Wärmestrategie formulieren

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Nachdem die Bundesregierung in ihrem nationalen Klimaschutzplan 2050 erstmals für die Sektoren Strom, Wärme, Industrie und Verkehr jeweils individuelle Zwischenziele für 2030 festgelegt hat, kommen auf Wärmeversorger und –Kunden erhebliche Veränderungen zu, die sie in ihren Investitionsentscheidungen frühzeitig berücksichtigen müssen. Außerdem sollen die Sektoren enger miteinander verzahnt werden, um die Effizienz zu steigern.
 
Um den Unternehmen dafür die nötigen Planungsgrundlagen an die Hand zu geben, haben die Energieexperten von Roland Berger in ihrer neuen Studie „Wärmewende in Sicht“ den aktuellen und zukünftigen Wärmemarkt sowie die Auswirkungen des Klimaschutzplans 2050 auf die Versorger analysiert.
 

„Der Wärmemarkt wird in den kommenden Jahren genauso umgekrempelt, wie wir es im Strommarkt gesehen haben“, erklärte Torsten Henzelmann, Partner von Roland Berger. Getrieben durch neue Technologien und die Vorgaben des Klimaschutzplans 2050 werde das deutsche Wärmesystem komplett umgebaut: hin zu einer dezentralen Struktur und überwiegend basierend auf erneuerbaren Energiequellen. Zudem würden die Wechselwirkungen mit den anderen Sektoren verstärkt.

Möglichst frühzeitig Entwicklungen der anderen Sektoren in Entscheidungen einbeziehen

Für Wärmeversorger bedeute das, dass sie die technologischen und strategischen Entwicklungen nicht nur im Wärmesektor selbst, sondern auch in den anderen Sektoren in ihre Entscheidungen einbeziehen müssen. Und dies möglichst frühzeitig, mahnt Henzelmann: „Ohne eine umfassende Wärmestrategie 2030 drohen Fehlinvestitionen in falsche Technologien, möglicherweise gehen auch ganze Kundensegmente verloren.“

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