Roche baut Deutschlands größten Kaltwasserspeicher

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Quelle: Roche

Gemeinsam mit der Energiedienstleistungen Rhein-Neckar GmbH (ERN) baut Roche auf seinem Mannheimer Hightech-Campus den größten Kaltwasserspeicher Deutschlands. Bis Sommer 2018 soll die 8-Mio.-€-Investition fertig gestellt sein, teilte die Schweizer Unternehmensgruppe Ende Februar mit. Der Speicher soll den Kaltwasserbedarf decken, der durch den Ausbau der Produktionskapazitäten am Standort entsteht.

Mit seinem Fassungsvermögen von 7.500 Kubikmeter hilft der Speicher unter anderem dabei, die vorhandenen Kältemaschinen besser auszunutzen und gleichmäßiger zu betreiben. Vor allem in den heißen Sommermonaten federt er tagsüber Nachfragespitzen ab. Vorwiegend nachts wird er dann wieder mit kaltem Wasser gefüllt. „Der Kaltwasserspeicher wird einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unseres Standorts leisten“, sagte Werkleiter Martin Haag. „Mit einer Höhe von 30 Metern ist er im wahrsten Sinne des Wortes ein echtes Leuchtturmprojekt.“

ERN setzte sich bei Ausschreibung für die Betriebsführung durch

Roche realisiert das Projekt mit Unterstützung der ERN, einer Tochtergesellschaft der Technischen Werke Ludwigshafen AG (TWL). Das Unternehmen verantwortet seit rund 15 Jahren die technische und kommerzielle Betriebsführung der Energie- und Versorgungsanlagen auf dem Hightech-Campus. Die ERN konnte sich erneut in einer bundesweiten Ausschreibung für die Betriebsführung der Energieerzeugungsanlagen am Standort Mannheim für weitere fünf Jahre durchsetzen.

Nicht nur die künftig benötigte Kaltwassermenge stellt der Speicher sicher. Auch die damit verbundenen Kosten reduzieren sich um gut 300.000 € und der Kohlendioxidausstoß um mehr als 1.100 Tonnen im Jahr. Damit trägt der Speicher zum Energiekonzept bei, das Roche bis 2020 umsetzen will. Dieses legt die energetische Zukunft des Standorts fest und sieht unter anderem vor, dass Mannheim ab September 2018 zu über 90 Prozent auf erneuerbare Energie setzt. So soll in der Produktion wie auch für die Gebäudeheizung und Kälteerzeugung am Standort Mannheim fast ausschließlich Wärme aus der thermischen Abfallverwertung genutzt werden. Zeitgleich bezieht das Unternehmen künftig Strom, der zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen stammt.

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