RheinEnergie bietet Tarif auf Basis von Regionalnachweisen

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Rheinenergie AG - Gebäude
Bildquelle: Rheinenergie

Mit „RegionalStrom“ bietet der Versorger RheinEnergie ab sofort einen Tarif an, bei dem der Strom ausschließlich von lokalen Erzeugern aus der rheinischen Region stammt. Die stromproduzierenden Anlagen sind dabei maximal 50 Kilometer von der Stadtgrenze der Lieferstelle entfernt. Der Nachweis wird über Regionalnachweise erbracht, die das Umweltbundesamt (UBA) ausgibt.

Seit Jahresbeginn 2019 ermöglicht das Regionalnachweisregister (RNR) die Ausstellung von Regionalnachweisen für EEG-Strom. Im RNR werden Nachweise verwaltet, aus denen hervorgeht, in welcher EEG-Anlage (zum Beispiel ein Windpark) eine bestimmte Menge Strom aus erneuerbaren Energien produziert wurde. Stromanbieter können damit ihren Kunden Regionalstromprodukte aus EEG-Strom anbieten.

Bislang nutzen nur wenige Unternehmen die Möglichkeit, Regionalnachweise als Basis für Regionalstrom zu verwenden. Der bürokratische Aufwand gilt als hoch. In seiner aktuellen Ausführung sei das Regionalnachweisregister unnötig komplex „und so in der Praxis nur mit erheblichem Aufwand nutzbar“, sagte Tim Meyer, Vorstand bei Naturstrom, im März. Der Düsseldorfer Ökoenergieanbieter zählt zu den Pionieren bei der Nutzung des Registers.

„Zuverlässige Plattform für die Vermarktung von Ökostrom“

Bei RheinEnergie sieht man neue Vermarktungsmöglichkeiten. „Regionalstrom veranschaulicht, dass die Energiewende unmittelbar vor der Haustür stattfindet“, sagt RheinEnergie-Vorstand Achim Südmeier. Mit „RegionalStrom“ habe das Unternehmen ein Angebot geschaffen, bei dem keine CO2-Belastung anfalle und die regionale Wertschöpfung gefördert werde. Mit dem Tarif erhoffe sich sein Unternehmen auch, die Akzeptanz für die Energiewende bei den Verbrauchern zu erhöhen.

Derzeit liefern 19 Anlagen die Energie für „RegionalStrom“; darunter drei Windparks, zwölf Solar- und vier Biogasanlagen. Der produzierte Strom ist ausreichend, um damit bis zu 30.000 Haushalte oder kleinere Gewerbebetriebe zu versorgen. Bei Bedarf lassen sich weitere Anlagen hinzuschalten, um die Nachfrage zu decken.

Regionalstrommodelle könnten auch für Post-EEG-Anlagen-Betreiber eine attraktive Vermarktungsoption werden. Wenn Sie sich für das Thema Post-EEG interessieren, werfen Sie einen Blick in das Post-EEG-Portal von EUWID Neue Energie. Das Portal ist die gegenwärtig umfassendste Technologie-übergreifende Informationsbasis für Fragen nach Lösungen für Ü20-Anlagen. Die im Dossier hinterlegten Artikel und Analysen können von Premium– und Digitalkunden von EUWID Neue Energie im Rahmen ihres Abonnements genutzt werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Portalnutzung im Rahmen eines Report & Dossier-Angebots zu buchen.

Den regionalen Erzeugern biete die RheinEnergie mit „RegionalStrom“ eine zuverlässige Plattform für die Vermarktung ihres Ökostroms. Die Mehrkosten für den nachhaltigen Tarif für eine vierköpfige Familie mit einem jährlichen Durchschnittsverbrauch von 3.500 kWh betragen den Angaben zufolge im Vergleich zu einem der Standard-Tarife des Versorgers rund fünf Euro.

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