Repowering-Anlage von Siemens Gamesa im Geestpark Almdorf leuchtet bei Luftverkehr

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Insgesamt 16 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 50,6 Megawatt (MW) liefert Siemens Gamesa in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt aus. Die Aufträge waren bei Siemens Wind Power vor Abschluss der Fusion eingegangen und haben daher keinen Einfluss auf die Quartalsergebnisse von Gamesa. Bei den vier Windparks kommen insgesamt elf Anlagen vom Typ SWT-3.0-113 und eine SWT-3.2-113 und vier SWT-3.6-130 der neusten Generation zum Einsatz. Alle vier Projekte sollen noch 2017 ans Netz gehen.

Eine getriebelose Windturbine vom Typ Siemens SWT-3.2-113 wird bei Bredstedt in Nordfriesland eine Altanlage aus dem Jahr 2002 ersetzen. Mit 92,5 Metern Nabenhöhe und einem Rotordurchmesser von 113 Metern erreicht die Siemens Turbine des Geestpark Almdorf eine Gesamthöhe von 149 Metern. Um weiterhin den sicheren Flugbetrieb des nahegelegenen Flughafens Husum zu ermöglichen, wurde die Anlage mit Schnittstellen für eine bedarfsgerechte Befeuerung ausgerüstet: Sensoren steuern die Lichter der Nachtkennzeichnung so, dass sie automatisch bei Annäherung eines Luftfahrzeugs eingeschaltet werden. Ein Radar wertet dabei den Luftraum aus, während Sensoren die Sichtweite und Helligkeit überprüfen.

Der Betreiber der neuen 3,2-Megawatt- Anlage schloss mit Siemens Wind Power zudem einen Langzeitwartungsvertrag mit 20 Jahren Laufzeit ab. Weitere vier 3-MW-Anlagen entstehen im Windpark Süderauerdorf in der Nähe von Süderau bei Glückstadt an der Unterelbe. Der Projektstandort liegt an beiden Seiten der geplanten Trasse der Autobahnerweiterung A20, die hier bereits in wenigen Jahren aus Bad Segeberg kommend die Elbe queren soll. Auch beim Projekt Süderauerdorf wird Siemens im Rahmen eines Servicevertrags 20 Jahre lang für Wartung und Instandhaltung der Anlagen sorgen.

Erweiterung des Windparks Zerbst auf ehemaligem Militärflugplatz in Sachsen-Anhalt

Ganz im Norden Schleswig-Holsteins wird die Bürgerwindpark Brebek GmbH & Co. KG den zweiten Bauabschnitt des Bürgerwindparks in den Gemeinden Karlum und Ladelund starten. Hier entstehen derzeit sieben Anlagen vom Typ SWT-3.0-113. Rund 280 Kommanditisten aus den drei umliegenden Gemeinden haben sich beteiligt. Nach der Inbetriebnahme im Sommer leistet Siemens Gamesa die Wartung und Instandhaltung über einen Zeitraum von 20 Jahren.

Wie bereits beim ersten Bauabschnitt überzeugte an dem Standort in der Nähe einer Funkanlage der Bundeswehr die bauartbedingte besondere elektromagnetische Abschirmung der direkt angetriebenen Windturbinen. Mit vier 3,6-Megawatt-Turbinen wird Siemens Gamesa den Windpark Zerbst auf dem ehemaligen Militärflugplatz in Sachsen Anhalt erweitern, für den Siemens bereits 2015 zehn Direct-Drive-Anlagen geliefert hatte. Mit Nabenhöhen von 135 Metern werden die Turbinen auf Hybid-Türmen arbeiten. Kunde ist die GETEC green energy AG mit Sitz in Magdeburg.

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