Quelle: Renault - ID: 21204507- Renault Zoe in Porto Santo

Der französische Autobauer Renault und der portugiesische Versorger EEM Empresa de Electricidade da Madeira, SA, der auf den beiden bewohnten portugiesischen Inseln Madeira und Porto Santo Strom produziert, transportiert, verteilt und verkauft, wollen ein intelligentes elektrisches Ökosystems auf der Insel Porto Santo einführen.

Wie Renault mitteilt, wird die Regierung der Autonomen Region Madeira in Porto Santo ein innovatives Programm einführen, das unter dem Namen „Sustainable Porto Santo – Smart Fossil Free Island“ bekannt ist, um die Energiewende zu erleichtern. Die EEM, die für die Energie- und Elektromobilität des Programms zuständig ist, hat sich für die Renault-Gruppe als Partner für Elektromobilitätslösungen entschieden.

Diese weltweit erste „intelligente Insel“ nutzt Elektrofahrzeuge, Batterien der zweiten Generation, intelligentes Laden und Vehicle-to-Grid (V2G), um die Energieunabhängigkeit der Insel zu stärken und die Produktion erneuerbarer Energien anzuregen. Die Insel Porto Santo ist relativ klein – auf knapp 42 Quadratkilometern leben lediglich 5500 Menschen – und eigne sich somit perfekt für das in drei Phasen aufgeteilte Pilotprojekt.

Das Design des Ökosystems

Zuerst werden 20 freiwillige Nutzer in Porto Santo 14 ZOEs und 6 Kangoo Z.E.s für den täglichen Gebrauch fahren. Renault baut zudem 40 miteinander verbundene Ladestationen auf. Ab Ende 2018 dienen diese Ladestationen aber nicht nur als „Tankstelle“ für E-Autos, sondern auch als Back-up für das heimische Stromnetz.

Zum anderen werden die Fahrzeuge bis Ende 2018 ihre Wechselwirkung mit dem Netz verstärken, indem sie es zu Spitzenzeiten mit Strom versorgen. Die Elektrofahrzeuge werden also nicht nur intelligent aufgeladen, sondern dienen auch als temporäre Energiespeicher.

Second-Hand-Batterien sollen ins System eingebunden werden

In der dritten und finalen Stufe des Projektes sollen dann auch alte Akkus von Elektrofahrzeugen als Energiespeicher zum Einsatz kommen. Diese sind zwar nicht mehr effizient genug für den alltäglichen Einsatz in Fahrzeugen, als temporärer Speicher sollen sie jedoch ausreichen. So soll überschüssige erneuerbare Energie problemlos für einen späteren Zeitpunkt gespeichert und wieder in das Stromnetz eingespeist werden. Viele der „Second-Hand-Batterien“ sollen direkt von der Insel kommen, beispielsweise von älteren Elektrofahrzeugen.

Für das Projekt Porto Santo hat sich Renault mit Akteuren aus dem Energiesektor zusammengeschlossen, darunter Bouygues Energies et Services, The Mobility House und ABB.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein