Regierung sieht längerfristig kein Potenzial in Algen-Kraftstoffen

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Algenzucht
Bildquelle: TUM

Eine kommerziell erfolgreiche Produktion von Algen-Kraftstoffen erscheint der Bundesregierung auch längerfristig als unwahrscheinlich. Planungen für kommerzielle Anlagen im großtechnischen Maßstab sind ihr nicht bekannt. Das geht aus einer Antwort der Regierung (Drucksache 19/13091) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervor. Derzeit werde die Kraftstoffproduktion aus Algen trotz der Förderung durch die Treibhausgasminderungs-Quote des BImSchG nur in kleinen Versuchsanlagen getestet.

Aufgrund aktuell nicht vorhandener Produktionsmengen aus kommerziellen Anlagen sei der Anteil von Biokraftstoffe aus Algen derzeit Null bzw. nahe Null und ein aktuelles Preisniveau bzw. eine Preisentwicklung nur schwer abschätzbar. Abhängig von der Produktionsart (beheizter/unbeheizter offener Teich oder Photobioreaktor, Ethanol oder Öl aus Algen) liegen die Kosten aktuell nach vorliegenden Studien um den Faktor 6 bis 24 höher als die von konventionellen Biokraftstoffen.

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