Rahmenbedingungen verhindern Durchbruch von Energiespeichern in Deutschland

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Die Energiespeichertechnologie ist verfügbar und wird immer preiswerter. Davon konnten sich Besucher der „Energy Storage Europe“-Messe in Düsseldorf überzeugen, wo eine Vielzahl an marktreifen Technologien für alle Leistungsgrößen präsentiert wurde. Erfolgreich sind davon bisher allerdings nur Solarstromspeicher, die im Rahmen eines KfW-Programms gefördert werden. Nun müsse die Politik noch die richtigen Rahmenbedingungen für größere Speicher schaffen, hieß es immer wieder in den Vorträgen der angeschlossenen IRES-Konferenz. Nur dann könnten in Deutschland Investitionen angeregt und die Technologien bald verstärkt auf den Markt gebracht werden.

EUWID Neue Energie widmet den Titeltext der neuen Ausgabe 12/2016 der Lage am Energiespeichermarkt in Deutschland. Die jüngsten Trends werden auch in weiteren Berichten zu konkreten Speicherprojekten und –geschäftsmodellen aufgearbeitet. Insgesamt umfasst die am 23. März erschienene Ausgabe 89 Nachrichten, Berichte und Analysen zur Energiewende in Deutschland auf 36 Seiten. Eine Übersicht über sämtliche Themen der Ausgabe findet sich in Kürze hier.

Lange hieß es, dass Speicher erst ab einem Anteil erneuerbarer Energien von 40 Prozent bedeutsam für das Energiesystem werden, Langzeitspeicher sogar erst ab 60 bis 80 Prozent (EUWID 4/2015). Die zunehmende Abregelung von Erneuerbaren-Energien-Anlagen sowie rasant steigende Redispatch-Kosten zur Verhinderung von Überlastungen im Stromnetz zeigen jedoch die Dringlichkeit, bereits heute auf stabilisierende Speichertechnologien zu setzen. (Ihre Meinung zu dieser Frage können Sie in unserer Twitter-Umfrage einbringen)

Politiker würden zwar die Notwendigkeit von Energiespeichern sehen, ihnen aber noch keine Priorität einräumen. Ein Grund dafür ist, dass der Netzausbau als kostengünstigere Variante gilt. Allerdings gerät dieser immer mehr ins Stocken, da er auf gesellschaftliche Widerstände stößt.

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Gerade mit Blick auf das Strommarktgesetz, das auf eine deutliche Steigerung der Flexibilität des künftigen Strommarkts ausgerichtet sein soll, fordern Marktteilnehmer konkrete Schritte zum Abbau von Hemmnissen für die Speicher. „In jeder Sonntagsrede zur Energiewende wird die wichtige Rolle von Energiespeichern beim Umbau des Energieversorgungssystems betont. Gleichzeitig verschlechtern sich die wirtschaftlichen Bedingungen für den Betrieb von Batterien, Pumpspeicherwerken oder auch Power-to-Gas-Anlagen“, sagte BDEW-Hauptgeschäftsführer Martin Weyand. In einer Anhörung zum Gesetz im Wirtschaftsausschuss des Bundestags zeigte sich, dass auch die Grundsatzdebatte um einen Kapazitätsmechnanismus noch immer nicht beendet ist. EUWID Neue Energie zeichnet die aktuelle Debatte in Ausgabe 12/2016 nach.

Ein aktueller Bericht der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien (Irena) zeigt, dass eine Verdoppelung des Anteils erneuerbarer Energien am globalen Energiemix nicht nur dem Klimaschutz dient, sondern auch volkswirtschaftlich sinnvoll ist. Die Studie zeigt aber auch, dass die Energiewende gerade im Wärme- und Verkehrssektor noch überhaupt nicht in Schwung gekommen ist.

Ein Hoffnungsträger für die Energiewende im Verkehrssektor waren über viele Jahre die Biokraftstoffe. Wachsende Bedenken bezüglich Flächenkonkurrenzen und unerwünschten Nebeneffekten auch mit Blick auf die Klimabilanz haben aber die politische Flankierung des Sektors bröckeln lassen. Ein von der EU-Kommission jetzt vorgelegter Bericht befasst sich mit der Frage, welche Wirkung die EU-Ziele im Biokraftstoffbereich auf internationale Landnutzungsstrukturen haben.

Als großes Problem werden die Landnutzungsänderungen im Bereich der Produktion von Palm- und Sojaöl als Rohstoffbasis für Biokraftstoffe herausgearbeitet. Dagegen ist die Bilanz von Biokraftstoffen – auch der ersten Generation – auf der Grundlage heimischer Energiepflanzen deutlich besser. Details zu der Studie finden sich in der jüngsten Ausgabe von EUWID Neue Energie.

Unternehmen und Institutionen in der aktuellen Ausgabe (Auswahl): AGEB, BASF, Biogasrat, BAFA, BDBe, BDEW, BEE, Carmen, Centrotherm, Danske Commidities, dena, DRV, E4Tech, EnBW, Frost & Sullivan, German Pellets, HSH Bordbank, Iberdrola, IZES, Irena, IWR, KIT, KfW, Leclanché, Max Bögl, MBS Naturspeicher, Öko-Institut, RES Deutschland, Senvion, Siemens, Solarworld, ÜWG, Vattenfall, VKU, Wärtsilä, ZDH. Graphiken und Tabellen in der aktuellen Ausgabe (Auswahl): EUWID-Marktbericht für Sägerestholz, DEPV-Verbraucherpreise für Holzpellets, Großhandelspreise für Getreide und Ölsaaten, Preise für Biodiesel, Windenergieeinspeisung, Marktdaten Windenergie, Solareinspeisung, PV-Zubau, Renixx World, Rohstoffpreise, Heizölpreise, Grenzübergangspreis für Erdgas.

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