Quote für grünes Gas: Sechs Kernaussagen aus dem Thüga-Positionspapier

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Mehr als 60 Unternehmen der Thüga-Gruppe haben sich für ein Quotenmodell zur Stärkung und Markterschließung grüner Gase aus den Bereichen Biomethan und Power-to-X ausgesprochen. Im Folgenden sind Kernaussagen aus einem Thüga-Positionspapier aufgeführt. Den ausführlichen Bericht zum Vorschlag finden Sie hier (Premium).

►Durch den Einsatz erneuerbarer Gase ließen sich die CO2-Emissionen in Deutschland zügig und kostengünstig senken. Die Thüga-Unternehmen schlagen der Politik konkrete Maßnahmen vor, um mit erneuerbaren Gasen die CO2-Emissionen insbesondere im Gebäude- und Verkehrssektor zu senken und drohende Ausgleichszahlungen Deutschlands zu vermeiden.

►In allen Sektoren, die nicht Teil des Emissionshandels sind (Effort Sharing), soll eine Quote für erneuerbares Gas eingeführt werden. Diese ist für die Gasvertriebe in Deutschland verpflichtend und erhöht schrittweise den Anteil an erneuerbaren Gasen im Gasmix. Mit Unterstützung der Politik sei ein Anteil erneuerbarer Gase von 25 Prozent bis zum Jahr 2030 realistisch.

Alle Sektoren sollen hinsichtlich ihres CO2-Ausstoßes gleichbehandelt werden. Damit werden Sektoren, die Teil des Effort Sharing sind – unter anderem der Gebäude- und Verkehrssektor – in gleicher Höhe für den Einsatz von fossilen Energien belastet wie Sektoren, die über den Emissionshandel geregelt sind – unter anderem große Energie- und Industrieanlagen.

►Der Anteil von Wasserstoff in der Gasinfrastruktur soll gesteigert werden. Daher müssten mit Unterstützung der Politik die Anwendungstechnologien für höhere und schwankende Wasserstoffanteile vorangetrieben und die Voraussetzungen für eine Modernisierung der Gasnetze geschaffen werden.

►Durch den Ausbau der Power-to-X-Infrastruktur können die Sektorenkopplung vorangetrieben und die CO2-Emissionen in Deutschland gesenkt werden. Das Positionspapier unterstützt das Marktanreizprogramm der Power-to-X-Allianz, das einen Ausbau der Powerto-X-Anlagen auf 5 Gigawatt über einen Zeitraum von fünf Jahren vorsieht.

►Der Nutzen von erneuerbarem Gas im Wärme- und Verkehrssektor sollte in den Regelwerken anerkannt werden. So entständen Anreize mehr erneuerbares Gas zu nutzen, als von der Quote vorgegeben, sowie zügig neue und effiziente gasbasierte Heizungs- und Antriebstechnologien zu nutzen.

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