Prüfprozesse für die Systemdienlichkeit dezentraler Stromerzeugungsanlagen

Fraunhofer IEE startet Projekt zur Validierung neuer Anforderungen

117

In einem vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projekt will das Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE) mit Partnern zukünftige Prüfprozeduren für neue Anforderungen aus Netzanschluss-Richtlinien von dezentralen Energieanlagen validieren. Im Fokus des Projektes „ZuPrüVal“ stehen dabei die Durchführbarkeit, die Ergebnisgüte, die Reproduzierbarkeit und die Vergleichbarkeit, teilte Fraunhofer IEE in Kassel mit.

Quelle: Fraunhofer IEE

Um sicherzustellen, dass die Erzeugungsanlagen auch das gewünschte Verhalten zeigen und ihren Beitrag zur Systemstabilität leisten, gibt es eine Reihe von anzuwendenden Prüfvorschriften, in Deutschland etwa die DIN VDE 0124-100 für die Nieder- und die FGW TR3 für die Mittel-/Hoch- und Höchstspannung. Regelmäßig werden erweiterte Anforderungen an die Systemdienlichkeit dezentraler Stromerzeugungsanlagen definiert, in einem ständigen Aktualisierungsprozess nationaler und internationaler Netzanschlussrichtlinien.

Da auch die Prüfvorschriften im Zuge aktualisierter Netzanschlussrichtlinien in den Normungsgremien weiterentwickelt werden müssen, hat das Fraunhofer IEE mit den Projektpartnern DKE (Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE) und KACO new energy sowie dem assoziierten Partner Bosch KWK Systeme bereits im Mai das Projekt zur Validierung von Prüfprozeduren gestartet, das die Gremienarbeit unterstützen soll. Es läuft bis zum 30. April 2021.

Lesen Sie:

Wie neue Anforderungen aus den Regelwerken durch Messungen nachweisen?

Untersucht werden soll, wie neue Anforderungen aus den Regelwerken durch Messungen nachgewiesen werden können und welche Prüfinfrastruktur dazu verwendet werden kann. Im Fokus stehen dabei für die validierten Prüfprozeduren die Durchführbarkeit und Ergebnisgüte.

Das Projekt sieht einen regen Austausch mit den deutschen und europäischen Normungsgremien vor. Die Projektarbeiten werden in die Gremienarbeitskreise gespiegelt und die in den Gremien diskutierten Änderungen bzw. Erweiterungen zu Prüfprozeduren können auf den Prüffeldern der Projektpartner erprobt und validiert werden.

FlexFuture: Anpassung der Stromerzeugung aus Biogasanlagen an die PV-Einspeisung

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein