Projekt soll bei Aufbau der Infrastruktur für E- und Wasserstoff-Lastwagen helfen

eActros im Mercedes-Benz Werk Wörth (Bildquelle: Daimler)

Daimler, EnBW, Institute der Fraunhofer-Gesellschaft und das Land Baden-Württemberg wollen ein Projekt für die Versorgung von Lastwagen im Fernverkehr mit Wasserstoff und Strom auf die Beine stellen. In einem ersten Schritt soll eine Demonstrationsanlage an einer Autobahn im Südwesten entstehen, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am 28. Oktober in Stuttgart mitteilte. Schließlich verursachten Nutzfahrzeuge im Verkehrssektor etwa ein Drittel der Gesamtemissionen.

In einem zweiten Schritt soll die Planung für eine landesweite Lade- und Tankinfrastruktur aufgenommen werden. Es seien vier bis zehn Standorte geplant. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde anlässlich des „Strategiedialog Automobilwirtschaft“ unterzeichnet. Kretschmann sagte: „Die Automobilbranche befindet sich im größten Wandel seit ihrem Bestehen.“ Die größte Herausforderung sei nun, eine passende Infrastruktur für den Weg hin zur Elektromobilität zu schaffen. Am Umbau der Branche hingen hunderttausende Arbeitsplätze im Südwesten. Alle müssten deswegen gemeinsam an einem Strang ziehen. „Dazu muss Deutschland vom Weltmeister im Zielsetzen zum Weltmeister im Umsetzen werden.“

“Top-Level-Meeting” findet jährlich statt

In Stuttgart traf sich der Ministerpräsident mit den Chefs der größten und wichtigsten Konzerne und der IG Metall zum jährlichen „Top-Level-Meeting“, um bisher Erreichtes zu diskutieren und die Schwerpunkte der weiteren Zusammenarbeit festzulegen.

Für die Hersteller saßen Ola Källenius (Daimler) und Oliver Blume (Porsche) am Tisch, Wolf-Henning Scheider (ZF Friedrichshafen) vertrat die Zulieferindustrie. Außerdem waren Frank Mastiaux vom Energieunternehmen EnBW und Roman Zitzelsberger von der IG Metall mit von der Partie. Mastiaux sagte mit Blick auf den Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos: „Ziel muss es sein, eine flächendeckende und einheitliche Schnellladeinfrastruktur nicht nur in Deutschland, sondern europaweit zu etablieren.“ E-Mobilität dürfe nicht an Landesgrenzen enden. Und sie dürfe sich nicht nur auf den Privatpersonenverkehr beschränken.

Strategiedialog mit Autoindustrie setzt Schwerpunkte auf Fahrzeug, Daten und Energie 

Das Land und die Automobilindustrie hatten ihre strategische Partnerschaft im Mai 2017 ins Leben gerufen, um damit gemeinsam den Wandel hin zur Elektromobilität anzugehen. Für den Südwesten ist die Branche von immenser Bedeutung. Der „Strategiedialog“ ist auf sieben Jahre angelegt und umfasst verschiedene Themenfelder. Nach Angaben von Kretschmann soll das Thema künftig entlang der drei Schwerpunkte Fahrzeug, Daten und Energie bearbeitet werden. (dpa/Eigener Bericht)

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