Projekt „SmILES“ soll Speicherforschung in Europa vernetzen

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Energienetzexperten buendeln Knowhow
Bild: KIT/PCE

Im Rahmen des Projekt „SmILES“ soll eine Plattform mit Daten und Best-Practice-Beispielen zur Speicherung erneuerbarer Energien und der smarten Integration von Speichern in dezentrale Netze entstehen. Zudem soll die gemeinsame europäische Forschung in diesem Bereich gestärkt werden. Das geht aus einer Mitteilung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) hervor, das die Forschung von insgesamt sechs Partnern an dem Projekt koordiniert.

Im Zuge der Energiewende entstehen immer mehr dezentrale Versorgungssysteme, die sich aus unterschiedlichen Energieträgern speisen. Europaweit gibt es zwar eine Vielzahl von Forschungsvorhaben, die der Frage nachgehen, wie unterschiedliche Energieträger und ihre jeweiligen Speichertechnologien in ein Gesamtnetz integriert werden können. Ihnen zugrunde liegen jedoch unterschiedliche Forschungsansätze, Instrumente sowie heterogene Rahmenbedingungen. Hier setzt SmILES an.

Forscher suchen übertragbare Methoden und Ergebnisse

Im Zuge des Projektes wollen die sechs Forschungspartner ihre bisherigen Methoden und Ergebnisse zusammenführen und analysieren, welche Simulationen, Modelle und Optimierungen nicht nur vergleichbar sind, sondern auch verallgemeinert und als Teillösungen auf andere Zusammenhänge übertragen werden können. Mit Forschungsprojekten in urbanen Quartieren, einer Kleinstadt in ländlicher Umgebung, einer Industrieanlage und dem KIT-Forschungscampus fließen unterschiedliche Anwendungsszenarien und Systemkonfigurationen in das Vorhaben ein. Auf dieser Basis soll eine allgemein zugängliche Datenplattform entstehen, die der Forschungsgemeinschaft unter anderem Analysen und Informationen zum Energieverbrauch und zur Energielieferung in unterschiedlichen Kontexten zur Verfügung stellen soll.

Forschungsgemeinschaft soll wachsen

„Unser langfristiges Ziel ist es, diesen Zusammenschluss europäischer Forschungsvorhaben für weitere Partner zu öffnen und zu institutionalisieren“, betont Südmeyer. SmILES ist Teil der European Common Research and Innovation Agenda (ECRIA) und soll die Umsetzung der Ziele des Strategic Energy Technology Plan (SET-Plan) unterstützen. Neben dem KIT als Koordinator sind an dem Projekt das Austrian Institute of Technology (AIT), die Danmarks Tekniske Universitet (DTU), die Electricité de France SA (EDF), die European Energy Research Alliance (EERA AISBL) und die Vlaamse Instelling Voor Technologisch Onderzoek (VITO) beteiligt.

Gesamtbudget des Projekts umfasst rund 2,4 Mio. €

SmILES steht für „Smart Integration of Energy Storages in Local Multi Energy Systems“. Das Gesamtbudget des Projekts umfasst rund 2,4 Mio. €. Davon fließen rund 909.000 € in das KIT-Teilprojekt. SmILES läuft noch über zwei Jahre bis zum 30. November 2019. Weitere Informationen stehen hier zur Verfügung.

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