Auch wenn die weitere Entwicklung der Rahmenbedingungen für die Energiewende in Deutschland im Vorfeld der Bundestagswahl mit Unsicherheit verbunden ist, eines dürfte klar sein: in den kommenden Jahren wird viel Geld, sehr viel Geld in den Umbau des Energiesystems fließen. Nicht zuletzt die Industrie sucht nach Möglichkeiten, grüne Energien zu nutzen. Der Druck auf die Konzerne wächst dabei auch von Seiten der Kunden und der Gesellschaft.

Auf dem Titel der aktuellen Ausgabe 36.2021 von EUWID Neue Energie widmen wir uns vor diesem Hintergrund einem geplanten Milliarden-Invest des Suchmaschinengiganten Google. Wie andere IT-Konzerne und Industrieunternehmen nutzt Google dabei das Instrument der langfristigen Stromabnahmeverträge (PPA), um den Strombezug für neue Rechenzentren in Deutschland zu strukturieren.

Wie die CDU den „Turbo für die Erneuerbaren“ zünden will, hat sie in einem Maßnahmenpapier skizziert. Unter anderem sollen die Erneuerbaren von Bürokratie, aber auch von Steuern und Abgaben entlastet werden. Auch Energiespeicher sollen von Belastungen befreit werden. Für die Genehmigungen neuer Anlagen will die Union maximale Bearbeitungszeiten festsetzen. Und ein „Sonnenpaket“ soll den Zubau von mindestens 10 GW Photovoltaik im Jahr garantieren. Umweltschutzverbände kritisieren, dass die Union sich in ihrem Papier um Verpflichtungen drücke. Zudem stelle sich die Frage, warum die Maßnahmen nicht schon in der abgelaufenen Legislaturperiode umgesetzt worden seien.

Lange gewartet hat auch die Bioenergiebranche auf den Entwurf der Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung. Inzwischen liegt er bei der EU-Kommission zur Notifizierung vor. Frühestens im November erwartet die Branche nun eine rechtskräftige Verordnung – mit Umsetzungsfristen bis Ende Dezember.

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