Greenpeace Energy hat mit dem Windpark Neubronn-Weikersheim in Baden-Württemberg einen langfristigen Stromliefervertrag (PPA) abgeschlossen. Das Besondere daran: Der Ökoenergieanbieter nimmt nicht nur Windstrom aus den Anlagen ab, sondern erneuert diese in den kommenden Jahren auch komplett. Mit dem Angebot „PPA Pro“, wie es Greenpeace Energy nennt, wird das bestehende Instrument PPA nun weiterentwickelt und um die Repowering-Option erweitert. „Wir sichern nicht nur für eine Übergangszeit den Weiterbetrieb am Standort, sondern ermöglichen dort auf lange Sicht eine hocheffiziente Windstromproduktion und damit bestmöglichen Klimaschutz“, sagt Sönke Tangermann, Vorstand von Greenpeace Energy. (Titelbild: Marc-Oliver Schulz / Greenpeace Energy; Symbolbild)

Greenpeace Energy wird die bereits um die Jahrtausendwende errichteten Windräder mit einer installierten Leistung von 0,5-1,0 MW durch eine neue Anlage mit einer Leistung von mindestens vier MW ersetzen. Die Genehmigung steht noch aus. Geplant und durchgeführt wird der Windpark-Umbau auf eigenes Risiko durch die Kraftwerkstochter der Hamburger Energiegenossenschaft, die Planet energy GmbH – sowie durch die vor Ort neu gegründete Repowering-Gesellschaft „Bürgerenergie 2 Neubronn“. An dieser können sich die derzeitigen Windpark-Betreiber beteiligen, nachdem der Umbau genehmigt ist und die wirtschaftlichen Kennzahlen bekannt sind.

„Wir freuen uns, mit Greenpeace Energy einen Partner gefunden zu haben, der den Strom fair vergütet, zudem ein Repowering durchführt und so die bestehende hohe Bürgerbeteiligung in der Region weiterhin ermöglicht“, sagt Franz Schmidberger, einer der Geschäftsführer der Naturkraft Tauber GmbH (NKT), die den Windpark betreibt. Co-Geschäftsführer Karl Pflüger ergänzt: „Geplant ist, mehr als 100 Gesellschafterinnen und Gesellschafter aus den bestehenden Windparkgesellschaften auch in das neue Projekt einzubinden, um so die breite Verankerung vor Ort zu erhalten und auszubauen.“ Jasper Starke, zuständiger Projektleiter bei Planet energy fügt hinzu: „Die bestehenden Windpark-Gesellschafter tragen kein wirtschaftliches Risiko für den bei Windenergieanlagen üblicherweise sehr aufwendigen Genehmigungsprozess, können aber nach der Erteilung der Genehmigung wieder Mitbetreiber der neuen Anlage werden“.

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Eine Vereinbarung über das Projekt hat die Energiegenossenschaft mit den drei am Windpark Weikersheim beteiligten Betreibergesellschaften bereits Ende Oktober 2020 geschlossen. Seit Jahresbeginn 2021 liefern die vorhandenen Anlagen nun Strom an die Kunden von Greenpeace Energy: Den Anfang machen die 1997 in Betrieb genommene erste Windenergieanlage im Main-Tauber-Kreis und eine weitere Anlage, deren auf 20 Jahre angelegte Einspeise-Förderung nach dem EEG zum 1. Januar 2021 ausgelaufen ist. Pro Jahr werden sie rund zwei GWh Strom pro Jahr liefern.

Die von Greenpeace Energy über den PPA-Pro-Abnahmevertrag aus dem Windpark beschafften Strommengen sind – anders als bei EEG-Strom – nachprüfbar und transparent als sauberer Windstrom gekennzeichnet, die Herkunft lässt sich kraftwerksgenau nachweisen. Diese „besondere grüne Qualität“ vergütet Greenpeace Energy mit einem zusätzlichen Aufschlag zum vertraglich vereinbarten Fixpreis. Dies mache ein Weiterlaufen des Bestands-Windparks auch ohne EEG-Förderung wirtschaftlich. „Damit ist gesichert, dass der Windpark weiter CO2-freien Strom erzeugt, bis das Repowering beginnt“, sagt Sönke Tangermann.

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Auch interessant – das EUWID Interview mit ane.energy-Geschäftsführer Ralf Höper:

„Teile und herrsche“ – das Paradigma der PPA-Zukunft

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