„Power to X Allianz“ schlägt Markteinführungsprogramm vor

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Power to gas concept with fresh sunny sky. Hydrogen energy storage with renewable energy sources - photovoltaic and wind turbine power plant farm. 3d rendering.
Quelle: Fotolia - malp

Die „Power to X Allianz“, zu der vor allem Unternehmen und Verbände aus der Gas- und Mineralölbranche zählen, schlägt ein auf fünf Jahre begrenztes Markteinführungsprogramm für Power-to-X-Technologien vor. „Wir schlagen dabei einen Mechanismus vor, der gezielt den CO2-Vermeidungseffekt von Power to X-Technologien inzentiviert. Für jede Tonne CO2 aus fossilen Energieträgern, die durch die Nutzung von erneuerbaren Energieträgern aus Power to X ersetzt wird, wird ein Innovationsbonus gutgeschrieben“, sagte Melanie Form, Mitglied des Vorstands der aireg – Aviation Initiative for Renewable Energy in Germany und Sprecherin der Power to X Allianz.

Der Gegenwert soll durch die KfW oder eine mit ihr verbundene Einrichtung an die Power to X-Anlagenbetreiber ausgezahlt werden, teilte die Allianz mit. „Damit würde etwa für die Luftfahrt die Möglichkeit eröffnet, nachhaltiges synthetisches Kerosin auf gleichem Preisniveau wie heutiges Jet A-1 zu erwerben“, so Form weiter.

Einsatz erneuerbaren Stroms als Fördervoraussetzung

Die Höhe der Innovationsboni soll über Ausschreibungen ermittelt werden. Im Rahmen dieser Ausschreibungen soll über fünf Jahre eine Kapazität von einem Gigawatt pro Jahr ausgeschrieben werden. Die Ausschreibungen werden nach Vorstellung der Allianz in drei spezifische Lose aufgeteilt. Mit diesem am Markt und Wettbewerb orientierten Modell würden zusätzliche technologische Lernkurven und Skaleneffekte angereizt.

Wichtige Voraussetzung für die Teilnahme an den Ausschreibungen ist der Nachweis der Betreiber, dass sie ausschließlich erneuerbaren Strom für die Herstellung von Wasserstoff durch die Elektrolyse verwenden. Auch für weitere Schritte, wie etwa die Methanisierung oder die Erzeugung von flüssigen synthetischen Kraftstoffen, darf ausschließlich Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen genutzt werden.

Allianz will Weg für wirtschaftlichen Betrieb ebnen

„Power-to-Gas-Anlagen haben ihre Praxistauglichkeit und ihr Potenzial als Energiewende-Schlüsseltechnologie in Pilotprojekten unter Beweis gestellt. Das Markteinführungsprogramm muss nun zügig umgesetzt werden, damit der nächste Schritt der Technologieentwicklung konsequent gegangen und den hochleistungsfähigen Anlagen der Weg zum wirtschaftlichen Betrieb geebnet wird“, fordert Gerald Linke, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und ebenfalls Sprecher der “Power to X Allianz”.

Neben aireg zählen auch die folgenden Verbände und Unternehmen zur „Power to X Allianz“: Audi AG, BP Europa SE, Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW), GP JOULE GmbH, IWO Institut für Wärme und Oeltechnik, Mineralölwirtschaftsverband MWV, Ontras Gastransport GmbH, Thüga AG sowie ihre Partnergesellschaften Energienetze Bayern GmbH & Co. KG, erdgas schwaben GmbH und inetz GmbH, Uniper SE und der Uniti Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen, Verband der Automobilindustrie VDA.

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