Power-to-Heat: Vattenfall nimmt 120-MW-Anlage in Betrieb

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Die Bauarbeiten sind inzwischen abgeschlossen: Vattenfall nimmt die Elektrodenkessel in dieser Woche in Betrieb (Bildquelle: Vattenfall).

Vattenfall nimmt an diesem Mittwoch am Standort Reuter West im Bezirk Spandau Europas größte Power-to-Heat-Anlage mit einer thermischen Leistung von 120 MW in Betrieb. Die Anlage erzeugt Fernwärme aus elektrischer Energie nach dem Tauchsiederprinzip und sei ein „wichtiger Baustein der Berliner Wärmewende“, heißt es in einer Mitteilung des Konzerns, der für das Projekt knapp 100 Mio. € in die Hand genommen hat.

Mit der Inbetriebnahme der Power-to-Heat-Anlage gewinne Vattenfall einen entscheidenden Hebel zur Integration erneuerbarer Energien. Ist viel regenerativer Strom im Netz, nutzt ihn die Anlage zur Erzeugung umweltschonender Fernwärme. Die erneuerbare Energie, die „bevorzugt“ dafür abgenommen wird, entspreche zehn Prozent des gesamten Berliner Strombedarfs im Sommer – „oder der Leistung von 60.000 handelsüblichen Wasserkochern“.

In jedem der drei Elektrodenkessel mit je 40 MW Leistung werden sollen 22.000 Liter Wasser auf bis zu 130 Grad Celsius erwärmt werden. In jedem Kessel befinden sich sechs Elektroden aus Kupfer und Prozellan, das Wasservolumen der 4,50 Meter hohen Kessel der Firma Vapec aus Glattbrugg beläuft sich auf 22 m³. Den Betriebsdruck gibt Vattenfall mit 8 bar an. Auftragnehmer der Gesamtanlage ist das Unternehmen Caliqua mit Sitz in Basel.

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